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Gegen die wurfgewaltigen Baden-Badener war bei der SG Pforzheim/Eutingen die Abwehr gefragt.  Foto: Becker/PZ-Archiv 

Handball-Oberliga: Pforzheim/Eutingen empfängt Baden-Baden

Mit dem Auswärtssieg in Weinsberg hat Handball-Oberligist SG Pforzheim/Eutingen ein ganz wichtiges Schlüsselspiel für sich entschieden.

Die SG bleibt damit in der von Platz eins bis sechs reichenden Spitzengruppe. Berücksichtigt man nur die Minuszähler, nehmen die Jungs von Alexander Lipps mit 15:7 Punkten hinter Tabellenführer H2Ku Herrenberg (16.6) sogar Rang zwei ein.

Der Sieg in Weinsberg gewinnt aber erst dann richtig an Gewicht, wenn die Mannen um Kapitän Ingo Catak am Samstag um 20.00 Uhr in der Bertha-Benz-Halle auch das Verfolgerduell gegen den TSV Baden-Baden (16:8) erfolgreich gestalten. Dies wird allerdings nicht einfach werden, denn mit dem neu benannten Verein (früher TSV Sinzheim) kreuzt nicht nur der Tabellenzweite in der Bertha-Benz-Halle auf, sondern auch die bisher durchschlagskräftigste Angriffsreihe der Liga. Nicht weniger als 388 Tore (Schnitt 33) haben die TSV-Spieler Koch, Fritz und Bornhäußer bei ihren zwölf Auftritten bisher erzielt. Besonders treffsicher war man gegen Deizisau (42) und Neckarsulm (44).

Wie gut, dass Pforzheim die mit Abstand stärkste Abwehr der Liga (23,5 Gegentore im Schnitt) stellt. Gut auch, dass bei Abwehrspezialist Michael Hohnerlein, der in den letzten beiden Spielen wegen einer Oberschenkelzerrung pausieren musste, wieder mit von der Partie ist. Hohnerlein sollte aber auch vorne am Kreis hellwach sein, weil zu erwarten ist, dass sich aufgrund der offensiven Spielweise der Gäste am Kreis entsprechende Lücken bieten werden.

Bei diesem starken Gegner wird es notwendig sein, dass die Jungs von Alexander Lipps diesmal ihre Leistung über die gesamte Spielzeit abrufen können. Stark variierende Spielabschnitte, wie sie auch in Weinsberg wieder zu registrieren waren (der 13:7-Führung folgte ein zwischenzeitlicher Hänger mit 9:16-Toren und ein 8:2-Endspurt) sollten sich die SGler gegen diesen Gegner nicht erlauben.

Spielentscheidend könnte auch sein, dass sich mit Dominik Seganfreddo und Max Lupus die beiden Außen wieder so antrittsschnell wie zuletzt bewegen, denn bei den als schnell bekannten und deshalb oft auch unvorbereiteten Abschlüssen der Baden-Badener müsste sich die Reaktion mit Tempogegenstößen geradezu anbieten.