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Wir sind spitze! Jan Strehlau mit der SG Pforzheim/Eutingen.  Foto: Becker 

Handball-Oberliga: SG Pforzheim/Eutingen Spitzenreiter nach Sieg gegen Plochingen

Plochingen. Acht Spieltage vor dem Saisonende haben die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen mit einem 22:20 (11:11)- Auswärtssieg am Samstag beim TV Plochingen erstmal in dieser Saison die Tabellenführung in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg übernommen und steuert damit klar der 3. Liga entgegen.

„Der erste Platz ist schön, aber natürlich nur eine Momentaufnahme. Trotzdem haben die Jungs gefeiert. Das haben sie sich auch verdient“, meinte SG-Trainer Alexander Lipps nach dem 15. Saisonsieg. Mit 33:11 Punkten führt sein Team das Tableau nun an. Auf Platz zwei und drei folgen TVS Baden-Baden (32:12 Punkte) und der TV Willstätt (30:14).

Die SG war in Plochingen von Beginn an hellwach, konnte eine 3:1-Führung aber nicht weiter ausbauen. Die erste Halbzeit verlief somit ausgeglichen. Zur Pause stand es 11:11. Und auch danach erwischte die SG wieder einen guten Start. Die erste Zweiminuten-Strafe für den Gegner nutzten die Lipps-Schützlinge, um auf 16:12 (36. Minute) davonzuziehen. Auch die Phase, als Plochingen einen siebten Feldspieler für den Torwart einsetzte, überstand man schadlos, allerdings konnte man selbst keinen Profit daraus schlagen. Doch die Abwehr stand. „Sie war überragend mit einem bestens aufgelegten Mile Matijevic im Tor“, freute sich Alexander Lipps, der nach Marius Hufnagels Treffer zum 20:14 (51.) dem sechsten Sieg in Folge entgegenblickte.

Der war dann auch nicht mehr in Gefahr, obwohl in der Schlussphase Michael Hohnerlein (57. Minute) und wenig später auch noch Vincent Wohlfarth jeweils eine Zweiminuten-Strafe verbüßten und Plochingen in Überzahl und mit einer offenen Deckung am Ende noch auf zwei Tore herankamen. „Ziel war es nur zu gewinnen“, meinte Lipps hinterher und freute sich über ein ganz besonderes Debüt: Leon Gerstner (17), der jüngere Bruder von Nicolai Gerstner, kam als A-Jugendlicher (jüngerer Jahrgang) zu seinem ersten Einsatz in der Oberliga-Mannschaft. Julian Broschwitz war gesundheitlich angeschlagen, so dass Leon Gerstner auf Linksaußen ran durfte und seinen Coach überzeugte.