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In bestechender Form: SG-Spieler Sandro Münch. 

Handball-Oberliga: SG Pforzheim/Eutingen setzt weiter auf volle Attacke

Pforzheim. Mit einer Serie von 12:2 Punkten und seit sieben Spielen ohne Niederlage hat sich die SG Pforzheim/Eutingen nunmehr fest in der Spitzengruppe der Handball-Oberliga Baden-Württemberg etabliert. In zwei Heimspielen in Folge kann die Truppe von Alexander Lipps nunmehr den Wiederaufstieg rechtfertigen und den zweiten Tabellenplatz weiter zementieren, das erste Mal am Samstagabend in der Bertha-Benz-Halle zur gewohnten Anwurfzeit um 20 Uhr gegen die NSU Neckarsulm.

Nachdem zu Beginn der Saison die beste Abwehr der Liga der tragende Mannschaftsteil der SG war, kann Alexander Lipps nunmehr auch auf seinen Angriff setzen, der zuletzt dreimal in Folge mehr als 30 Treffer, im Durchschnitt sogar 33 Tore pro Spiel, verbuchte. Maßgeblich beteiligt an dieser Trefferquote war zuletzt vor allem der Rückraum in der Lipps mit dem sprung- und wurfgewaltigen Sandro Münch, Spielmacher Julian Broschwitz und Tom Schlögl, der als Rechtshänder auf der eigentlich einem Linkshänder vorbehaltenen rechten Halbseite dynamisch in die Lücken geht, ein torgefährliches, blutjunges Stammtrio gefunden hat und zudem auf die Erfahrung und Cleverness von Manuel Mönch, Marius Hufnagel sowie Nikolai Gerstner setzen kann.

Ganz wichtig auch, dass man bei der SG derzeit fast auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Abwehrstütze Michael Hohnerlein war zwar zuletzt gesundheitlich etwas angeschlagen, dürfte aber am Samstag mit auflaufen, ein Fragezeichen steht eher hinter Kreisläufer Jan Strehlau, dem man wohl noch etwas Zeit zur Ausheilung seiner Bänderverletzung einräumen wird.

Obwohl die Pforzheimer als Favorit ins Spiel gehen, zum Spaziergang wird der Vergleich mit Neckarsulm sicher nicht. Alexander Lipps ist nicht entgangen, dass der Aufsteiger in seinen letzten fünf Begegnungen ungeschlagen geblieben ist und sich mit den 8:2 Punkten aus diesen Spielen auch von der heißen Zone abzusetzen vermochte. Vom mit 37:25 Treffern gewonnen Vorrundenspiel kennt er mit Robin Mahl einen pfeilschnellen und konterstarken Flügelflitzer, vor allem aber einen Gegner, bei dem sich damals fast jeder in die Schützenliste eintrug.