760_0900_89450_Tom_Schloegl_2.jpg
Für Tore aus dem Rückraum soll Tom Schlögl (rechts) sorgen.  Foto: Becker, PZ-Archiv 

Handball-Oberliga: SG Pforzheim/Eutingen will endlich auch zuhause liefern

Pforzheim. In der Handball-Oberliga Baden-Württemberg spielt die SG Pforzheim/Eutingen bisher eine ganz kuriose Saison. Vier zum Teil recht klaren Auswärtssiegen stehen drei Heimniederlagen gegenüber.

Am Donnerstag, Spielbeginn 17 Uhr in der Bertha-Benz-Halle, sollen nun im Spiel gegen die TSG Söflingen endlich die ersten Heimpunkte festgezurrt werden.

Einfach wird dies nicht, denn mit dem alten Rivalen aus Ulm stellt sich wieder eine der kampfstarken württembergischen Vertretungen vor, die genauso wie die Pforzheimer wieder in die 3. Liga zurück wollen, mit 9:7 Zählern aber ebenso wie die 8:6 Punkte aufweisenden Eutinger wieder nicht nach Wunsch gestartet sind.

Dass es mit Ausnahme von Aufsteiger HSG Konstanz II, der am Wochenende aber erstmals auch verloren hat, keinen Überflieger gibt, lässt beide Kontrahenten hoffen, doch noch vorne mitmischen zu können. Falls die Schützlinge von SG-Trainer Alexander Lipps an Allerheiligen gewinnen sollten, würde dies ein Sprung auf Tabellenplatz drei bedeuten.

Mit den Ulmern stellt sich ein Team vor, dessen Qualitäten vor allem im Angriff liegen. Dort zieht mit Simon Dürner ein großer Routinier weiterhin die Fäden, mit Andreas Schaaf und Philipp Eberhardt verfügen die Spatzen über Scharfschützen, die Spiele entscheiden können.

Da ist es wichtig, dass bei den Pforzheimern wieder die Leistung in der Abwehr stimmt. Dass man sich auf diesen Mannschaftsteil bisher am ehesten verlassen kann, hat die Abwehr auch zuletzt im Spiel in Neckarsulm wieder bewiesen. Dort hat nach zehn Minuten des Abtastens diesmal auch der Angriff überzeugt. Bleibt zu hoffen, dass Julian Broschwitz und seine Mitstreiter den Schwung aus der Autostadt auch aufs Parkett der Bertha-Benz-Halle bringen.

Manuel Mönch gesperrt

Nicht mithelfen kann Manuel Mönch, der im Spiel in Neckarsulm wegen einer Beleidigung des Gegenspielers in den Schlussminuten vom Feld flog und dafür zwei Spiele Sperre aufgebrummt bekam. Für den Routinier und Rekordtorschützen der Liga, der in dieser Runde auch schon 29 Mal getroffen hat, werden jetzt vor allem Tom Schlögl und Nikolai Gerstner in die Bresche springen müssen.

Ganz wichtig für die SG ist, dass wenigstens Jan Strehlau wieder zur Verfügung steht. Der Mann von der Kreismitte, der auch in der Abwehr eine zentrale Funktion einnimmt, war bei seinem Saisoneinstand im Neckarsulmer Spiel mit fünf Einschüssen eine ganz zentrale Figur.