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Handball-Oberliga: SGund TGS gegen nordbadische Konkurrenz

Schwere Heimspiele warten in der Handball-Oberliga der Männer am Samstag auf die beiden Pforzheimer Vertreter. In der Badenliga laufen der HC Neuenbürg und die SG Pforzheim/Eutingen II ebenfalls vor heimischem Publikum auf.

In der Oberliga der Männer kommen am Samstag mit Kronau/Östringen II und Oftersheim/Schwetzingen zwei Ex-Regionalligisten in die Goldstadt, die eigentlich in die 3. Liga wollen. Die TGS Pforzheim erwartet Kronau/Östringen, das mit 16:4 Punkten auf einem guten Weg ist, obwohl die Kraichgauer nach dem Bilderbuchstart (12:0) zwei Niederlagen kassierten. Deshalb sieht sich die TGS auch nicht chancenlos. Der Gegner hat mit Andre Bechtold einen bundesligaerfahrenen Spielmacher, der eine ganz junge Mannschaft leitet. Rechtsaußen Pascal Durak darf sich derzeit sogar Hoffnungen machen, für den verletzten Patrick Groetzki in die Bundesligamannschaft der Rhein-Neckar-Löwen aufzurücken. Bis auf Frederic Zergon (Muskelfaserriss) sind bei der TGS alle Mann fit. Aber der Rechtsaußen ist ein Verlust, weil im TGS-Kader nicht gerade viele Linkshänder stehen.

Die SG Pforzheim/Eutingen hat sich zuletzt mit zwei Siegen für den Vergleich mit Oftersheim/Schwetzingen gewappnet gezeigt. Beim Sieg gegen Schmiden in der Porsche-Arena Stuttgart überzeugte auch die Offensive. Und der neue Trainer Wilfried Job scheint auch Bastian Langenfeld zu beflügeln, der in den vergangenen beiden Spielen 13-mal traf. Beim Gegner ist vor allem auf Linkshänder Jens Zwißler zu achten, der in dieser Spielzeit schon fünfmal zweistellig getroffen hat. Beim Sieg von Oftersheim/Schwetzingen zu Saisonbeginn bei der TGS Pforzheim machte er alleine 15 Tore.

In der Badenliga der Männer überzeugte zuletzt die SG Pforzheim/Eutingen II allen Verletzungsproblemen zum Trotz. Nach der Auftaktniederlage gegen Nußloch gab es sechs Spiele ohne Niederlage. Mit 9:5 Zählern ist die SG-Reserve Verfolger des Spitzenquartetts. Am Sonntag könnten daheim gegen Schlusslicht TSGWiesloch weitere Punkte dazukommen.

Beim HC Neuenbürg war die Hoffnung, dass der neue Trainer Tomislav Barisic dem Team endlich die Defensive gelehrt hat, wohl verfrüht. Nach 38 Gegentreffern in Birkenau hat der HCN einmal mehr die meisten Gegentore der Liga zu Buche stehen. Und jetzt kommt mit dem HSV Hockenheim (12:2 Punkte) ein Team aus der Spitzengruppe. Da wird es für Neuenbürg schwer, das Punktekonto (6:8) auszugleichen.

Zur Badenliga-Spitzengruppe zählt auch der TV Bretten, der am Sonntag die weite Anfahrt zur HGKönigshofen/Sachsenflur antreten muss. Spielertrainer Henning Paul wäre wohl zufrieden damit, wie im Vorjahr einen Punkt mitzunehmen.

In der Landesliga der Männer stehen sich mit der SG Pforzheim/Eutingen und der SG Kronau/Östringen zwei dritte Mannschaften gegenüber. Beide haben 6:8 Punkte. Das wird am Sonntag vermutlich ein ganz enges Spiel. Etwas einseitiger dürfte der Auftritt von Blau Gelb Mühlacker bei Spitzenreiter TV Neuthard werden, nachdem die Blau-Gelben zuletzt auch dem direkten Konkurrenten Forst unterlagen.

In der Oberliga der Frauen hat die HSG TB/TG 88 Pforzheim mit der knappen Niederlage gegen Nellingen II die ersten Punkte unter dem neuen Trainer Damir Lebovic abgegeben. Dennoch zeigen sich die HSG-Spielerinnen unter der Regie des Kroaten wieder wesentlich gefestigter. Bei den TSFLudwigsfeld will Pforzheim wieder punkten. Die Gastgeberinnen haben derzeit großes Verletzungspech und sind vor allem in der Abwehr anfällig.

In der Landesliga der Frauen steigt zwischen den beiden noch verlustpunktfreien Vertretungen der SG Pforzheim/Eutingen und der SG Kronau/Östringen ein Schlüsselspiel. Pforzheims Trainer Jürgen Kloutschek erwartet dabei mit dem Heimvorteil im Rücken einen Sieg. Ein Schlüsselspiel am anderen Ende der Tabelle liefert sich die TGS Pforzheim mit dem TSV Rintheim. Die HSG PforzheimII will beim Schlusslicht PSV/SSC Karlsruhe den vierten Sieg in Serie feiern.