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Mit einer Knieverletzung musste Florian Taafel früh vom Feld. Foto: Ripberger

Handball-Oberliga: TGS verliert für längere Zeit Florian Taafel

PFULLINGEN. Nachdenklich traten Spieler und Verantwortliche der TGS Pforzheim am Samstagabend die Heimreise von Pfullingen an, hatte man doch gerade mit der 26:30-Niederlage nicht nur zwei Punkte abgeben müssen, sondern man wird voraussichtlich auch längere Zeit auf Torjäger Florian Taafel, der sich zu Beginn der Partie am Knie schwer verletzte, verzichten müssen.

Ohne Christian Streichsbier (Studium) begann die TGS gewohnt engagiert und lag durch Tore von Taafel (2) und Sydorchuk mit 3:2 in Front. Pfullingen konterte und ging mit 6:4 in Führung. Dann der Schock für die Pforzheimer: Kapitän Florian Taafel musste in der 10. Minute vom Feld. „Nach einem leichten Kontakt mit einem Gegenspieler habe ich mir brutal das Knie verdreht. Über Nacht ist es extrem angeschwollen“, berichtete Taafel gestern der PZ. Die SG-Physiotherapeuten meinten in einer ersten Diagnose am Samstag, dass die Kreuzbänder nicht betroffen wären. Dagegen hätten vermutlich die Innenbänder und der Meniskus etwas abbekommen. Eine endgültige Diagnose wird heute bei einer Kernspintomografie gefällt.

Nach dem Ausfall von Taafel zeigte die TGS Moral und drehte den 4:7-Rückstand in eine 9:8-Führung. In dieser Phase war Torhüter Jonathan Binder der große Rückhalt seiner Mannschaft, in der Offensive überraschte Dima Sydorchuk mit einer engagierten Angriffsleistung und Sven Kaiser, der unermüdlich rackerte. Beim Pausenstand von 12:11 für den Ex-Bundesligisten konnte man im TGS-Lager durchaus zufrieden sein, doch waren die Gedanken der TGS-Spieler in der Anfangsphase der zweiten Hälfte scheinbar immer noch bei den Cheerleadern des mehrfachen deutschen Meisters, den „Independent Steps“, die in der überlangen Halbzeitpause ihre neue Formation „Girls around the world” präsentierten.

Christensen hält Team im Spiel

Mehrere Nachlässigkeiten der TGS-Angreifer nutzten die Pfullinger gnadenlos aus und so war in der 40. Minute beim Stande von 14:19 praktisch eine Vorentscheidung gefallen. Doch das Christensen-Team kam noch einmal zurück, allen voran der Spielertrainer selbst, der sich in dieser Phase einwechselte und mit seinen kraftvollen Aktionen gegen die Pfullinger Defensive insgesamt fünfmal erfolgreich war. Acht Minuten vor Spielende war die TGS beim 23:25 wieder auf Schlagdistanz. Mit einer offensiven 4:2-Deckung versuchte man beim Stand von 25:27 in den letzten beiden Spielminuten die Minimalchance auf Zählbares zu nutzen, leider vergeblich. TGS-Macher Wolfgang Taafel: „Ich bin über die Niederlage meiner Mannschaft nicht enttäuscht. Die Jungs haben alle gekämpft wie die Löwen und damit versucht den Ausfall unseres Käpitäns zu kompensieren.“ wt

TGS Pforzheim: Binder, Krettek – Körner 2, Taafel 2, Müller 5/3, Meiniger, Christensen 5, Kaiser 3, Althuon, Koziol, Kusterer 4, Sydorchuk 4, Zergon 1, Roming.

Spielfilm:3:3, 7:4, 8:9, 12:11 - 12:12, 17:12, 21:16, 24:19, 25:22, 27:25, 30:26

Hinausstellungen: Pfullingen 4 - TGS 8 Strafwürfe: Pfullingen 5/2, TGS 3/3