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Klare Anweisungen wird SG-Trainer Wilfried Job Philip Schückle auch im letzten Heimspiel des Jahres geben.  Foto: PZ-Archiv, Gössele 

Handball-Oberligist SG Pforzheim/Eutingen empfängt Aufsteiger TSV Heiningen

In der Oberliga Baden-Württemberg schließen die beiden Pforzheimer Vertreter an diesem Wochenende die Vorrunde und gleichzeitig das Jahr 2011 ab. Die SG Pforzheim/Eutingen empfängt dabei mit dem TSV Heiningen einen Aufsteiger, für den die erste Saison in der Oberliga möglicherweise auch die letzte ist.

Siebenmal sind die in der Göppinger Ecke beheimateten Württemberger bisher auswärts aufgelaufen, zwei Punkteteilungen waren die magere Ausbeute. Kaum anzunehmen, dass sie ausgerechnet in der Konrad-Adenauer-Halle den ersten Sieg landen. Überheblichkeit ist bei der SG dennoch nicht angesagt, die letzten Spiele gegen Heidelsheim und Altensteig haben trotz der klaren Siege gezeigt, dass das Leistungspotenzial der Buckenberger noch immer nicht ausgereizt ist.

Die TGS Pforzheim muss zu einem ungünstigen Zeitpunkt zum TSV Schmiden. Nicht, weil Florian Taafel fehlt, sondern weil die Remstäler dem holprigen Rundenstart von 5:13-Zählern zwischenzeitlich fünf unbesiegte Spiele mit 9:1-Punkten folgen ließen und sich offensichtlich jetzt voll in den Gängen befinden. Wenn die Abwehrleistung der Pforzheimer stimmt, liegt durchaus etwas drin, denn über die durchschlagskräftigsten Angriffsreihen der Liga verfügt Schmiden nicht.

In der Badenliga gibt es mit dem Lokalderby zwischen dem TVBretten und der SG Pforzheim/Eutingen II noch einmal ein Knallerspiel. Klar, dass die punktgleich mit Nußloch und Hockenheim die Tabelle anführenden Melanchthonstädter ihre hervorragende Ausgangsposition mit ins neue Jahr nehmen wollen und nach den überzeugenden Auftritten in den letzten Spielen der Begegnung auch mit Optimismus entgegen sehen können.

Als Außenseiter geht die Truppe von Wolfgang Lipps aber nicht ins Spiel, denn neben den Youngsters, die in der A-Jugend-Bundesliga auftrumpfen, könnten mit Marco Langjahr, Carlo Petruzzi und Michael Gerlich drei in der 3.Liga gestählte Spieler wieder zur Verfügung stehen.

Dem HC Neuenbürg steht zum Abschluss der Vorrunde noch einmal ein Vier-Punkte-Spiel bevor. Gastgeber TSG Wiesloch, mit 7:17-Zählern auf dem vorletzten und damit einem Abstiegsplatz stehend, braucht die Zähler fast noch dringender, als der Tabellenzehnte Neuenbürg (9:15 Punkte). Auch hier wird der Spielausgang von der Verfassung der HCN-Abwehr abhängen. Beim letztjährigen Auftritt in Wiesloch bekamen die Neuenbürger Keeper nicht weniger als 43 Gegentreffer ins Netz gesetzt.

Auch in der Landesliga wird mit dem Spiel zwischen Blau Gelb Mühlacker und der SG Pforzheim/Eutingen III noch einmal ein Derby angepfiffen. Der Aufsteiger vom Buckenberg kann mit seinen 12:12-Zählern der Begegnung weitaus gelassener entgegensehen als die Senderstädter und geht als Favorit in die Partie.

Beim TV Ispringen war Trainer Koelbl nach der Niederlage in Stutensee in dieser Woche als Psychologe gefragt, dabei hätte der Coach auf der Ispringer Bank nach dem desolaten Auftritt seiner Truppe wohl selbst den Seelendoktor gebraucht. Keine Frage, dass nach dem Auftritt in der Rheinebene die Meisterschaft in Ispringen überhaupt kein Thema mehr ist. Nicht zuletzt, weil auch durch die Knieverletzung für Lukas Kunz die Saison wohl gelaufen ist und nun auch Christian Apel mit einer Bänderverletzung ausfällt.

In der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen fährt die HSG Pforzheim wohl als Punktelieferant zur Neckarsulmer Sport Union. Der Aufsteiger, der sich bei seinen elf Auftritten nur einmal bezwingen ließ, wird sich die Chance nicht entgehen lassen mit einem Sieg über die „Schlupf-Wespen“ die spielfreie Turnerschaft Ottersweier an der Spitze abzulösen und damit als Tabellenführer ins neue Jahr zu gehen.

In der Landesliga steht der SGPforzheim/Eutingen bei der TGNeureut II noch einmal eine harte Prüfung bevor. Dennoch bestehen wenig Zweifel, dass die Kloutschek-Schützlinge neben Weihnachten auch die Halbzeitmeisterschaft feiern. gl.