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Überzeugend war der Auftritt von Kreisläufer Michael Hohnerlein bei der Niederlage der SG Pforzheim/Eutingen gegen Neckarsulm.  Foto: PZ-Archiv/Hennrich 

Handball-Oberligist SG Pforzheim/Eutingen kämpft weiter mit der Verletzungsmisere

Pforzheim. Alexander Lipps ist als Trainer von Handball-Oberligist SG Pforzheim/Eutingen auch vor dem Heimspiel gegen Heddesheim wirklich nicht zu beneiden. Schon seit Beginn der Saison kämpft er gegen das Verletzungspech seiner Mannen an.

Abwehrchef Ingo Catak (Rückenprobleme) fehlt bislang komplett, Jan Strehlau und Felix Lobedank fielen lange aus. Mit dem Kreuzbandriss von Tom Schlögl, der als Nachfolger von Sandro Münch eingeplant war, gab es im Oktober einen weiteren Rückschlag.

Und jetzt hat es auch noch Kapitän und Spielmacher Julian Broschwitz mit Kreuzbandriss erwischt.

Um einen halbwegs schlagkräftigen Rückraum stellen zu können, hat man zuletzt gegen Neckarsulm mit Paul Lupus selbst einen angeschlagenen Spieler aufs Feld geschickt. Es passt ins Bild, dass dann auch noch der A-Jugendliche Leon Gerstner als Vertreter vom Vertreter mit einer Sprunggelenksverletzung vom Feld ging.

Verwunderlich, dass Alexander Lipps da nicht jede Woche ein großes Klagelied anstimmt. Die jüngste 23:28-Heimniederlage gegen Neckarsulm wird leichter erklärbar, auch wenn trotz allem spielerische Mängel zu sehen waren. Nun ist die SG auf Rang sechs in der Tabelle abgerutscht und es wird ganz schwer werden, einen der beiden Plätze für die Aufstiegsqualifikation noch zu erreichen. Unmöglich ist es nicht, weil bis auf Spitzenreiter Blaustein alle Konkurrenten noch in Reichweite sind und teilweise mehr Minuspunkte aufweisen als die SG.

Im Heimspiel gegen die SG Heddesheim am morgigen Samstag, (20 Uhr, Bertha-Benz-Halle) haben die Pforzheimer Gelegenheit, sich für den jüngsten Fehltritt zu rehabilitieren. Einfach wird es selbst gegen das Schlusslicht von der Bergstraße nicht, denn die Verletztenliste bleibt lang. Neben der Kampfkraft sollte am Samstag allerdings auch die große Erfahrung der Routiniers wie Manuel Mönch und Felix Lobedank eine Rolle spielen. Zudem hat Kreisläufer Michael Hohnerlein zuletzt überzeugt – auch das sollte Mut machen.