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Tom Schlögl (am Ball) lieferte eine starke Partie für die SG ab.  Foto: Becker 
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Torhüter Mile Matijevic bewies der sich als Siebenmeterkiller.  Foto: Becker 

Handball-Oberligist SG-Pforzheim/Eutingen setzt Erfolgsserie gegen Blaustein fort

Pforzheim. Mit einem souveränen 33:21-Sieg gegen den TSV Blaustein verlängerte die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen ihre Erfolgsserie auf sechs Begegnungen ohne Niederlage und 10:2 Punkte und untermauerte damit den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Baden-Württemberg.

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SG Pforzheim/Pforzheim besiegt TSV Blaustein

Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, als er ohne den erkrankten Rückraumschützen Nikolai Gerstner zustande kam und auch Abwehrspezialist und Frontmann am Kreis Jan Strehlau hatte Trainer Alexander Lipps nach seiner Fußverletzung genauso wie dem an Knieproblemen laborierenden Dominik Seganfreddo noch einmal eine Pause gegönnt. Seganfreddo kam dann doch noch nach der Pause zum Einsatz aber lediglich in der Rolle als Abfangjäger.

Nachwuchs überzeugt

Gut, dass man bei der SG nach wie vor auf den Talentstall setzen kann. Nach Tim Kusch, der auf der rechten Außenbahn mit seinem dritten Einsatz in Folge fast schon den „Arrivierten“ zuzurechnen ist, warf Alexander Lipps mit Nik Wittke einen weiteren seiner Youngsters ins Wasser, der mit seinen nahezu zwei Metern Körpergröße die Rolle als Center an der Kreisfront künftig neu interpretieren dürfte.

Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass der erstmals in der Bertha-Benz-Halle auflaufende Gast aus dem Alb-Donau-Kreis ein Gegner der eher harmlosen Sorte gewesen ist, dass der Vergleich aber vom Anpfiff weg fest in Pforzheimer Hand war, lag einmal mehr an der aggressiven und konsequenten Abwehrarbeit, mit der die SG die Laufwege des Gegners und vor allem dessen Rückraums verstellte. Weil Keeper Mile Matijevic sofort hellwach war und im Angriff Julian Broschwitz und Sandro Münch an ihre starke Vorstellung von Schwäbisch Gmünd anknüpften, drohte dem Gast vom Osten der Alb beim 5:13-Rückstand nach dem ersten Spielviertel eine ganz deutliche Abreibung. Drei Tore in Folge des Gegners, wenig vorbereitete Abschlüsse mit Nachlässigkeiten in der Rückwärtsbewegung der SG brachte Blaustein aber bis zur Spielmitte dann doch noch einmal auf 10:14 heran.

Alexander Lipps muss in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden haben, denn nach einem 6:2-Lauf bei dem mit dem starken Tom Schlögl und Marius Hufnagel vor allem die rechte Angriffsseite beteiligt war, waren beim Stand von 20:12 bereits vier Minuten nach Wiederanpfiff die Fronten geklärt. Rico Petruzzi trug mit zwei parierten Siebenmetern auch noch sein Scherflein bei und nachdem Nik Wittke seinen Premierentreffer untergebracht hatte, ließ sich auch Tim Kusch als Torschütze nicht lumpen.

Alexander Lipps, der zurecht stolz registrierte, dass bei seinen Mannen jetzt auch der Angriffsmotor schnurrt „das zweite Spiel in Folge mit mehr als dreißig Treffern Ausbeute“ kann dem kommenden Nordbaden-Duell beim Aufsteiger TSV Viernheim mit Gelassenheit entgegensehen, danach ist Faschingpause, ehe mit Neckarsulm und Deizisau gleich zwei Hausaufgaben folgen.