760_0900_112424_MR5_0358_Manuel_MO_NCH_17_SG_.jpg
Elf Tore, dazu der entscheidende Treffer – Manuel Mönch (rechts) gelang beim Sieg in Schwäbisch Gmünd fast alles. Schon beim Hinspiel (Foto) hatte der Pforzheimer Rückraumspieler beim 29:29 zehnmal getroffen.  Foto: PZ-Archiv/Ripberger 

Handball-Oberligist SG Pforzheim/Eutingen siegt bei Schwäbisch Gmünd in letzter Sekunde

Pforzheim. Die SG Pforzheim/Eutingen bleibt in der Handball-Oberliga auf Meisterkurs. Die Formulierung „unbeirrt auf Meisterkurs“ wäre nach dem 33:32 am Samstag beim abstiegsbedrohten TSB Schwäbisch Gmünd allerdings nicht ganz zutreffend. Denn der Siegtreffer durch Manuel Mönch fiel erst vier Sekunden vor Schluss. „Das Spiel kann auch unentschieden ausgehen. Aber wenn Du oben stehst, hast Du das das nötige Glück und das Selbstvertrauen, so ein Spiel zu entscheiden“, bilanzierte Trainer Alexander Lipps.

Zwei Dinge machten den Pforzheimern in Schwäbisch Gmünd zu schaffen. Zum einen die Tatsache, dass die Gastgeber über 60 Minuten bei eigenem Ballbesitz ohne Torhüter agierten, im Angriff also immer in Überzahl spielten. Zum anderen, dass die SG Aaron Fröhlich nie in den Griff bekam. Der Rückraumspieler traf neunmal.

Das mit der Überzahl hätten die Pforzheimer den Gastgebern vermiesen können, wenn sie nach Balleroberungen öfters ins leere Tor getroffen hätten. Doch da ließ die Lipps-Truppe mehrere Möglichkeiten aus. Hinzu kam, dass die Abwehr nicht ihren besten Tag hatte – die Torhüter Bastian Rutschmann und Mile Matijevic nicht ins Spiel kamen. „Die haben heute beide nicht viel angefasst“, so der Trainer.

Es ging über weite Strecken der Partie extrem eng zu. Das verdeutlicht die Statistik, die gleich 23 unentschiedene Spielstände von 0:0 bis zum 32:32 ausweist. Am Ende war Manuel Mönch (11 Tore aus dem Feld) der entscheidende Spieler. Dabei hatte der Torjäger zuletzt mit gerade mal einer Hand voll Treffern in fünf Begegnungen ein Wellental durchschritten.

Bestätigt wurde von der SG Pforzheim/Eutingen eine Personalie: Torhüter Mile Matijevic wird den Verein nach vier Jahren verlassen – dass es ihn nach Neuenbürg zieht, konnte der Verein noch nicht bestätigen. Drei Jahre war Matijevic die Nummer eins im SG-Tor, diese Saison ist er hinter Bastian Rutschmann die Nummer zwei. Diese Position soll künftig der junge Adam Studentkowski übernehmen, der momentan in der SG-Reserve spielt. „Mile ist ein verdienter Spieler und guter Torhüter., Das ist aus Sicht des Vereins aber auch eine strategische Entscheidung“, so Lipps.

SG Pforzheim/Eutingen: Rutschmann, Matijevic – Grosshans, Wörner 6, Hohnerlein 4, Mönch 11, Broschwitz 2, Schlögl 1, M. Lupus 3/3, Catak, Gerstner, P. Lupus, Buck 2, Kusch 4