760_0900_3343_.jpg
Volle Pulle gegen Heiningen wollen die TGSler Frederik Zergon (am Ball) und Tobias Müller (verdeckt) gehen. Foto: PZ-Archiv, Becker

Handball-Oberligist TGS Pforzheim Favorit gegen Heiningen

In der Handball-Oberliga Baden-Württemberg empfängt die TGS Pforzheim am morgigen Samstagabend (19.30 Uhr) die Vertretung des TSV Heiningen. Hierbei spricht alles für einen Sieg der Gastgeber. Denn die TGS zeigte zuletzt eine beeindruckende Vorstellung im Lokalderby gegen die SG Pforzheim/Eutingen, der Gegner hat in fremden Hallen in dieser Runde noch nie gewonnen auch dessen bisherige Torausbeute – 414 Treffer in den bisherigen 18 Begegnungen – ist verbesserungswürdig. Das sind gerade einmal 23 Tore pro Spiel, die geringste Trefferquote aller Mannschaften im 16er-Feld. Und dennoch wird Hans Christensen vor dem Anpfiff der Partie mit dem Aufsteiger aus der Göppinger Ecke warnend den Zeigefinger heben. Weil der TGS-Coach weiß, dass es wesentlich schwieriger sein wird als im Lokalderby wird, seine Mannen „heiß“ ins Spiel zu schicken.

Bei aller Freude über den starken Auftritt im Lokalderby sollten die Pforzheimer um Frederik Zergon nicht vergessen, dass man seit dem 7. Januar auf einen Sieg wartet und die Punkteausbeute von 2:6 Punkten aus den letzten vier Spielen nicht gerade üppig war. Fünf bis sechs Punkte brauchen die TGSler noch, um ganz sicher den Klassenerhalt geschafft zu haben. Zwei davon sollten sie am morgigen Spieltag verbuchen, dies gibt dann auch Gelegenheit die Männer „von.der Bank“ über längere Zeiten ins Gefecht zu schicken.

Die SG Pforzheim/Eutingen ist bereits am vergangenen Mittwoch bei Kronau/Östringen aufgelaufen und kann nach der 26:39-Niederlage nun endgültig für eine weitere Saison in der Oberliga Baden-Württemberg planen. Der Abstand auf Tabellenplatz zwei beträgt nun sechs Punkte.

Keine Probleme hochmotivierte Mannschaften aufs Feld zu schicken, werden die Badenliga-Trainer des HC Neuenbürg und TVKnielingen haben. Denn die gastgebenden Buchberger und der Gegner aus dem Karlsruher Westen sind sich seit „Jahr und Tag“ nicht grün. Dass man hüben wie drüben mit jeweils 13:21 Zählern mit der bisherigen Punkteausbeute nicht zufrieden sein kann und nach wie vor nach dem Tabellenende schielen muss, macht das Aufeinandertreffen noch brisanter. Im Vorspiel setzte sich Knielingen mit 35:30 Toren durch. Doppelter Ansporn also für Neuenbürg, diesmal den Spieß umzudrehen.

Rein vom Tabellenbild darf man der SG Pforzheim/Eutingen II beim Schlusslicht St. Leon etwas Zählbares zutrauen. Weil Wolfgang Lipps in der um 17 Uhr am Sonntag beginnenden Partie aber wohl kaum seine A-Jugendlichen einsetzen kann, die von 12.30 bis 14 Uhr in Balingen in der Jugend-Bundesliga auflaufen, wird es weitaus schwieriger bei St. Leon zu punkten. Als Außenseiter reisen die Eutinger aber dennoch nicht an, denn mit Spielern wie Knoll, Rauch und Gerlich steht gleich ein Trio in den Pforzheimer Reihen, das auch höhere Ligen kennt.

Der TV Bretten hat durch die Niederlage bei Hockenheim wertvollen Boden im Kampf um Titel und Aufstieg verloren, abgehängt sind die Melanchthonstädter aber schon deshalb noch nicht, weil sich die beiden Erstplatzierten Nußloch und Hockenheim am Sonntag beim direkten Vergleich gegenseitig Punkte abnehmen. Für Bretten gilt es aber am Samstag im Spiel bei der TSG Wiesloch nicht noch weitere Punkte einzubüßen.

In der Landesliga hat der TV Ispringen zuletzt gegen dem schwachen Auftritt gegen Rintheim nunmehr in Büchenau eine ganz starke Leistung gezeigt. folgen lassen. Besonders beeindruckt hat beim Sieg in der Hardt, dass es die Jungen in den Reihen der Ispringer waren, die Verantwortung übernahmen und Büchenau die erste Heimniederlage beibrachten. Gegen die TG Eggenstein, die ebenfalls zu den besseren Adressen der Liga zählt, wollen die Morlocks und Co. am Sonntag auch nun dem eigenen Anhang eine starke Vorstellung bieten.

Blau Gelb Mühlacker spielt am morgigen Samstag bei der SG Kronau/Östringen um ganz wichtige Punkte. Falls die Senderstädter auch bei den „Krösties“ leer ausgehen, wird es ganz schwer die Rückkehr in die Kreisliga zu verhindern. Ganz aussichtslos erscheint uns, trotz dem zuletzt recht erfolgreichen Abschneiden von Kronau/Östringen, die Aufgabe der Blau Gelben nicht, denn auch in Eggenstein war zuletzt etwas „drin“, die Niederlage hat man sich in einer Begegnung auf Augenhöhe während zehn unkonzentrierter Minuten eingehandelt.

Blau Gelb Mühlacker spielt am Samstag bei der SG Kronau/Östringen III wohl um die letzte Chance. Gewinnen die „Krösties“.Zwischenzeitlich wieder mit positivem Punkteverhältnis kann die SG Pforzheim/Eutingen III beim Schlusslicht HSG Linkenheim völlig ohne Druck auflaufen. Mit dem erwarteten Sieg sollte sich der Aufsteiger die Berechtigung für die zweite Spielrunde auf Verbandsebene sichern.

In der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen ist die HSG Pforzheim am Wochenende spielfrei und hat damit, weil am Fasching-Wochenende auch nicht gespielt wird, zwei Wochen Zeit sich für den Rundenendspurt zu regenerieren.

In der Landesliga der Frauen wird sich Tabellenführer SG Pforzheim/Eutingen auf seinem Siegeszug bei der HSG PSV/SSC Karlsruhe genauso wenig aufhalten lassen wie Verfolger TV Knielingen beim TV Neuthard. Die TGS Pforzheim hat sich für das Lokalderby mit der HSG Pforzheim II durch die Punkteteilung in Ettlingenweier Mut gemacht. Wie im Vorrundenspiel, das die HSG mit 27:24-Treffer für sich entschied, wird auch diesmal eine ganz „enge Kiste“ erwartet. Dieter Glauner