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Wiedersehen mit seinem Heimatverein feiert Sven Kaiser von der TGS Pforzheimim Spiel gegen die HSG Langenau/Elchingen. Becker/PZ-Archiv

Handball: Oberligisten müssen zweimal ran

In der Oberliga sind die Handballer am Wochenende und an Allerheiligen gleich zweimal gefordert. Die englische Woche beschert der TGS Pforzheim und der SG Pforzheim/Eutingen jeweils auch ein Heimspiel. Der HC Neuenbürg läuft in der Badenliga vor heimischem Publikum auf. In der Landesliga gibt es das Derby Ispringen – Mühlacker.

In der Oberliga der Männer spielt die TGS Pforzheim zunächst am Samstag daheim gegen die HSG Langenau/Elchingen, ehe es zum SV Kornwestheim geht. Die SG Pforzheim/ Eutingen muss am Samstag zum VfL Pfullingen und hat am Dienstag das Heimspiel gegen den TV Sandweier.

Bei TGS-Spieler Sven Kaiser schlagen am Samstag zwei Herzen in der Brust. Zum einen natürlich für die TGS Pforzheim, mit der er Sieg Nummer sechs in Serie feiern will, zum anderen aber auch noch für die Gäste aus der Ulmer Ecke, bei denen er das Handball-Abc erlernte. Langenau/Elchingen hängt im Tabellenkeller fest. Dass man den Gegner, der mit dem ehemaligen Göppinger Bundesliga-Crack Hartwig Schenk (46), Kreisläufer Jan Schaden und Rückraumspieler Janis Bauer drei ganz gefährliche Schützen in seinen Reihen hat, nicht unterschätzen darf, weiß Kaiser aber auch.

Auch am Dienstag sieht sich die TGS beim Spiel bei Salamander Kornwestheim nicht chancenlos, nachdem die Württemberger derzeit vor allem defensiv große Probleme haben.

Für Wilfried Job hätte der Einstand bei der SG Pforzheim/Eutingen kaum kniffliger sein können. Gegner VfL Pfullingen (10:2 Punkte) zählt zu den Spitzenteams der Liga. Und beim Gegner ist Jobs Sohn Alexander Trainer. Pfullingen spielte von 2002 bis 2006 in der 1. Bundesliga. Nach Abstieg und Insolvenz baut man in der Kreisstadt derzeit eine junge Mannschaft auf, die bald wieder in der 3. Liga spielen soll. Weil Pforzheim bereits mit sechs Minuszählern belastet ist, sollte man sich am Samstag keinen weiteren Punktverlust erlauben. Wesentlich einfacher scheint die Aufgabe am Dienstag (17.00 Uhr) in heimischer Halle gegen den Tabellenvorletzten TV Sandweier.

In der Badenliga der Männer hat der HC Neuenbürg am Samstag Aufsteiger TV Schriesheim zu Gast. Nach der Heimniederlage gegen Heddesheim und der Punkteteilung mit der SG Pforzheim II will der HCN den ersten Heimsieg der Saison landen.

Eine ganz schwere Aufgabe steht der SG Pforzheim/EutingenII in Heddesheim bevor. Die Gastgeber (9:1) sind noch ungeschlagen. Zuletzt holte Heddesheim in Mannheim-Friedrichsfeld im Schlussspurt einen Punkt, obwohl bereits drei Spieler nach der dritten Zeitstrafe aus dem Spiel waren.

Auch der TV Bretten bekommt es am Sonntag mit einem Handballer aus der Familie Job zu tun, denn Christian Job, Sohn des Pforzheimer SG-Trainers, spielt bei der SG Nußloch und ist dort der verlängerte Arm von Trainer Kalabic auf dem Feld. Die stark besetzte Nußlocher Mannschaft wird für Bretten ein echter Prüfstein.

In der Landesliga der Männer muss Blau Gelb Mühlacker wohl zu einem ungünstigen Zeitpunkt zum TV Ispringen, weil die Gastgeber nach der Klatsche von Eggenstein auf Wiedergutmachung brennen. Aber in Mühlacker weiß man auch, dass man die Punkte im Abstiegskampf bei anderen Gegnern holen muss. Ispringen ist am Dienstag erneut gefordert, weil das wegen eines Wasserschadens abgesagte Spiel bei Rintheim/Weingarten/Grötzingen nachgeholt wird.

Die SG Pforzheim/Eutingen III könnte bei der SG Stutensee erneut punkten, auch wenn das Toreschießen sicherlich nicht so einfach wird wie zuletzt im Spiel gegen Linkenheim/Hochstetten.

Mit dem Rückenwind des Sieges über die HSG Mannheim fährt die HSG Pforzheim in der Oberliga der Frauen am Dienstag zur SGOber-/Unterhausen. Die Gastgeberinnen liegen mit 2:10 Punkten am Tabellenende. So wollen Trainer Damir Lebovic und seine Spielerinnen mit Sieg Nummer zwei in Folge im Eiltempo aus dem Tabellenkeller raus.

In der Landesliga der Frauen sollte die SG Pforzheim/Eutingen am Dienstag auch beim TV Neuthard gewinnen und damit die weiße Weste verteidigen. Die HSGPforzheim II peilt beim punktlosen TSV Graben das zweite Punktepaar in Folge an. Die TGS Pforzheim will gegen die SGStutensee endlich die ersten Punkte auf die Habenseite bringen. Aber auch bei diesem Vergleich spricht die größere Erfahrung für den Gegner.