760_0900_12744_.jpg Handball: Quo vadis, SG Pforzheim/Eutingen? TGS auf Erfolgskurs
Frust am Spielfeldrand: Alexander Lipps, Tobias Müller, Trainer Hans Christensen und Timo Bäuerlein von der SG Pforzheim/Eutingen.  Foto: Gössele, PZ-Archiv 

Handball: Quo vadis, SG Pforzheim/Eutingen? TGS auf Erfolgskurs

Unterschiedlicher könnte die Lage bei den beiden Pforzheimer Handball-Flaggschiffen derzeit nicht sein. Auf der einen Seite die TGS Pforzheim, die auch die kantige Klippe in Kornwestheim schadlos umschifft hat. Auf der anderen Seite die SG Pforzheim/Eutingen, die sich plötzlich und völlig unerwartet in tosender See in Abstiegsnot befindet.

Dass die TGS Pforzheim ihre Siegesserie im Heimspiel gegen den TV Sandweier fortsetzt, ist kaum anzuzweifeln. TGS-Boss Wolfgang Taafel dürfte es nicht ungelegen gekommen sein, dass der Gegner aus Baden-Baden zuletzt einen nicht zu erwarteten Auswärtscoup bei der TSG Wangen „in der Hölle des Südens“ landete und damit seiner Truppe einen Warnschuss vor den Bug setzte. Der Vergleich in der Benckiserhalle wird am Sonntag um 17.00 Uhr angepfiffen.

Quo vadis, SG Pforzheim/Eutingen? Diese Frage muss man sich ernsthaft stellen. Nach drei Niederlagen in Folge ist nicht mehr zu verschweigen, dass die Truppe von Hans Christensen abstiegsgefährdet ist. Zu viele Baustellen gibt es derzeit im Team. Dies beginnt bei den Torhütern, wo das Experiment, auf die Jugend zu setzen – zumindest bisher – nicht geglückt ist. Dies setzt sich in der Abwehr fort, wo der kompromisslose Abwehrchef fehlt. Und dies gilt vor allem auch für den Rückraum, wo die Lücken, die die beiden wurfkräftigsten Akteure Frietsch und Langjahr hinterließen, nicht geschlossen werden konnten. Am Sonntag gilt es beim Aufsteiger SG Nußloch den nächsten Spielverlust zu verhindern. Nußloch spielt aber bisher eine ganz starke Saison.

Mit Frank Müller verfügen die Bergsträßer über einen der perfektesten Akteure der Liga. Ein klasse Fischzug war auch in der schon laufenden Saison Georg Böhmler vom Altenteil zu holen. Der dem TB Pforzheim entstammende Abwehrspezialist wäre wohl auch eine Alternative für den Rückraum der SG gewesen.

Wesentlich mehr Freude macht die SG Pforzheim/Eutingen II, die zusammen mit der SG Heddesheim die Badenliga anführt und als einzige Mannschaft der Liga noch unbezwungen ist. Am Sonntag wird es aber nicht leicht werden beim TV Knielingen den Nimbus zu verteidigen.

Auf den HC Neuenbürg wartet am Sonntag beim HSV Hockenheim das erste von drei Hammerspielen (die folgenden Gegner sind Heddesheim und Bretten). Allzu rosig sind die Aussichten in keinem dieser Vergleiche, auf dem Buchberg wird man sich auf einen ganz harten Winter einstellen müssen. Landesligist TV Ispringen hat am Sonntag die TG Eggenstein zu Gast, die in fremden Hallen noch nicht überzeugen konnte. Ein Spiel auf Augenhöhe darf man der TGSPforzheim II bei der SG Stutensee zutrauen. Für die BWO-Reserve ist nachteilig, dass die „Erste“ gleichzeitig spielt, denn die zum Erstligakader zählenden Akteure wie Kikillus und Ast werden wohl nicht dabei sein.

In der Baden-Württemberg-Liga der Frauen muss sich Tabellenführer HSG Pforzheim Pforzheim bei der WSG Eningen/Pfullingen auf eine haarige Auseinandersetzung gefasst machen. Die Spielgemeinschaft vom Fuße der Alb schielt als Tabellenfünfter selbst noch zur Tabellenspitze.