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Kraftpakt am Kreis: Nils Boschen (links) von der SG Bietigheim läuft mit Zweitspielrecht für die TGS Pforzheim auf.  eIbner
Kraftpakt am Kreis: Nils Boschen (links) von der SG Bietigheim läuft mit Zweitspielrecht für die TGS Pforzheim auf. eIbner
Bereit fürs Kräftemessen gegen Sandweier: SG-Trainer Alexander Lipps (links) und Max Lupus.  PZ-Archiv, Ripberger
Bereit fürs Kräftemessen gegen Sandweier: SG-Trainer Alexander Lipps (links) und Max Lupus. PZ-Archiv, Ripberger
25.02.2016

Handball: SG Pforzheim/Eutingen empfängt Angstgegner - TGS Pforzheim muss zum Aufsteiger

TGS Pforzheim Nach den beiden Heimniederlagen in den Nordbaden-Derbys muss man beim Handball-Drittligisten TGS Pforzheim fast froh darüber sein, dass es am Samstag beim VfL Pfullingen wieder auswärts ran geht. Freilich ist der Gang zum Aufsteiger am Fuße der Alb alles andere als ein Spaziergang, denn die Kurt-App-Sporthalle gilt mit den zweitmeisten Zuschauern in der Liga als Hexenkessel.

Beim klaren 26:21-Sieg der TGS in der Vorrunde ist die offensive Abwehr der Württemberger dem Spiel der Pforzheimer sehr entgegengekommen, vor allem Christian Heuberger konnte am Kreis die sich bietenden Freiräume zu nicht weniger als fünf Treffern nutzen. Der Kreisläufer kann aber in dieser Runde verletzungsbedingt nicht mehr mitmischen. Um seinem Vertreter Davor Sruk nicht zu überlasten, hat die TGS auf dem Spielermarkt noch einmal zugegriffen und sich bis zum Ende der Saison das Zweitspielrecht von Nils Boschen vom Zweitligisten BBM Bietigheim gesichert.

Comeback von Hörer fraglich

Der 1,95 Meter große Modellathlet soll seine stattliche Figur als Center am Kreis einbringen, vor allem aber auch den Innenblock, in dem man in den letzten Spielen auch die Erfahrung von Valentin Hörer vermisste, stabilisieren. Ob Hörer am Samstag sein Comeback feiern kann, ist noch offen.

Das Comeback von Hörer wäre schon deshalb wichtig, weil die Distanz zum dritten Abstiegsplatz, trotz der nach wie vor ausgeglichenen Punktebilanz von 21:21 Zählern lediglich vier Punkte beträgt. Um nicht noch unter Druck zu geraten, wären zwei, drei Siege aus den neun noch ausstehenden Begegnungen so schnell wie möglich nötig.

Mit einem Sieg und einem Unentschieden bei zwei Vertretungen aus der Spitze kann Oberligist SG Pforzheim/Eutingen mit den Ergebnissen der letzten beiden Auswärtsspiele eigentlich zufrieden sein. Dass man es doch nicht so hundertprozentig ist, liegt dran, dass man sich den Ausgleichstreffer beim TSV Neuhausen 18 Sekunden vor dem Schlussgong einhandelte. Damit hängt die SG dem Tabellenzweiten von den Fildern im Kampf um Rang zwei, der zum Aufstieg berechtigt, weiterhin um einen Zähler hinterdrein und muss sich vor allem auch auf die Schützenhilfe der Konkurrenz verlassen.

Der Rückstand gegenüber Neuhausen bedeutet aber auch, selbst keine Punkte mehr liegenlassen zu können. Und bei diesem Zwang ist bereits die Hausaufgabe am Samstag gegen den TV Sandweier nicht von Pappe. Der Gast aus Baden-Baden kämpft zwar Jahr für Jahr um den Verbleib, eigenartigerweise zeigt er aber ausgerechnet gegen die SG immer starke Auftritte. So war es auch in der Vorrunde, als die Mittelbadener den Pforzheimern eine ganz bittere 38:31-Niederlage verpassten, bei der sich Manuel Mönch zu allem Übel auch noch verletzte. Mit ihrer unorthodoxen offenen Spielweise stellen sie den mit Abstand erfolgreichsten Angriff, allerdings auch die anfälligste Abwehr der Liga.

Gegen diesen Angriffswirbel stellt Alexander Lipps mit Eugeniu Andreev am Samstag in der Bertha-Benz-Halle wieder seinen neuen Zerberus. Mit seiner internationalen Erfahrung in moldawischen, rumänischen und polnischen Mannschaften soll der 33-Jährige mithelfen, das Saisonziel Aufstieg zu realisieren.

Dem TV Bretten steht im Aufsteigerduell beim TSV Wolfschlugen ein Vier-Punkte-Spiel bevor. Eine Niederlage kann sich die Truppe von Sandro Catak eigentlich nicht erlauben, denn dann wäre die Distanz der Melanchthonstädter zum rettenden Ufer mit fünf Zählern schon ganz erheblich.

In der 3. Bundesliga der Frauen läuft die HSG Pforzheim beim TV Möglingen erstmals mit Carsten Schmidmeister als Verantwortlichem auf der Trainerbank auf. Dass es bei seinem neuen Team nach dem Ausfall von Toptorjägerin Nastja Antonewitch, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff genügend Baustellen gibt, hat er am vergangenen Samstag beim Spiel mit der Bietigheimer Reserve zur Genüge registrieren und notieren können. Das Wichtigste ist für ihn aber zunächst erst einmal Ruhe ins Team zu bringen, so viele technische Fehler wie am vergangenen Wochenende gegen Bietigheim dürfen sich seine Spielerinnen in der Ludwigsburger Ecke am Sonntag jedenfalls nicht erlauben.