Nachwuchsspieler wie Timo Bäuerlein (vorne) müssen bei der Herrenmannschaft im ersten Oberliga-Heimspiel aushelfen, weil das Verletzungspech bei der SG Pforzheim/Eutingen gravierend ist.  Becker
Nachwuchsspieler wie Timo Bäuerlein (vorne) müssen bei der Herrenmannschaft im ersten Oberliga-Heimspiel aushelfen, weil das Verletzungspech bei der SG Pforzheim/Eutingen gravierend ist. Becker 

Handball: Schwere Auftaktspiele für SG und TGS

Der Handball fliegt wieder. Die SG Pforzheim/Eutingen steht vor einem schwierigen Heimspiel gegen Kenzingen. Die TGS Pforzheim hat gleich zwei Hammerspiele zum Auftakt.

Wenig erfreulich war der Saisoneinstand der Pforzheimer Handballer. Alle drei Oberliga-Mannschaften verloren, und die A-Junioren kamen in der Bundesliga nicht über ein Unentschieden hinaus.

Auch das zweite Wochenende bringt hohe Hürden. In der Oberliga der Männer wäre die SG Pforzheim/Eutingen am Samstag daheim gegen den TB Kenzingen unter normalen Umständen klar favorisiert (20.00 Uhr/Konrad-Adenauer-Halle). Doch die Verletztenliste bei der SG ist ausgesprochen lang. Carlo Petruzzi (Kahnbeinbruch an der Wurfhand) fehlt möglicherweise bis Weihnachten, Manuel Mönch (Muskelverletzung Oberschenkel) voraussichtlich noch drei Wochen, Michael Gerlich (Außenbandriss und Knochenprellung im Sprunggelenk) wohl noch länger. Marco Langjahr (muskuläre Probleme in der Schulter) soll geschont werden, Bastian Langenfeld (Zerrung) muss wohl ebenfalls weiter zuschauen. Zurückkehren wird Philipp Schückle, dessen Rückenprellung teilweise abgeklungen ist. Es ist eine ungewöhnliche Häufung von Problemfällen. Pech für Pforzheims Handballer: Gerlich und Schückle hatten sich bei einem heftigen Zusammenprall im Training verletzt.

Marc Nagel will auf keinen Fall noch einmal als Spieler einspringen, wie er das zuletzt bei der Niederlage in Willstätt getan hat. „Das war wirklich eine außergewöhnliche Situation“, sagt er. Morgen gegen Kenzingen sollen Timo Bäuerlein und Nicolai Gerstner, die wegen eines Einsatzes in der A-Junioren-Bundesliga am vergangenen Wochenende nicht zur Verfügung standen, wieder dabei sein.

Personelle Probleme hat Hans Christensen bei der TGS Pforzheim derzeit zwar nicht, aber den Turngesellen wurde mit der Auftaktpartie gegen Oftersheim/Schwetzingen und dem Gastspiel am Samstag beim TV Großsachsen das denkbar schwierigste Startprogramm zugemutet. „Gegen solche Gegner kannst du nur gewinnen, wenn alle deine Leistungsträger 120 Prozent bringen“, sagt TGS-Boss Wolfgang Taafel. 33 Gegentore gegen Oftersheim zeigen, wo der Schuh besonders drückte. Und auch Großsachsen hat mit Kohl und Zahn ausgesprochen starke Angreifer. So reist das Pforzheimer Team als Außenseiter zum Absteiger aus der 3. Liga, der so schnell wie möglich wieder nach oben will.

In der Oberliga der Frauen ist die HSG TB/TG 88 Pforzheim am Wochenende spielfrei und hat Zeit, die nicht einkalkulierte Heimniederlage gegen Lahr zu verarbeiten. Auf einen Hexenkessel muss sich die A-Jugend der SG Pforzheim/Eutingen bei ihrer Auswärtspremiere in der Bundesliga am Sonntag beim TSV Wolfschlugen einstellen. 600 Zuschauer haben ihr Team bei der Saisonpremiere zu einem 34:23-Sieg gegen die JSG Echaz/Erms gepeitscht. Nicht zu stoppen war dabei Rechtsaußen Max Schlichter (9 Tore). Warum die Pforzheimer zuletzt einen Sechs-Tore-Vorsprung gegen Ottenheim/Altenheim nicht über die Zeit brachten, gilt es von Coach Alex Lipps zuvor zu analysieren. An fehlender Fitness hat dies bei der Trainingsintensität in der Konrad-Adenauer-Halle mit Sicherheit nicht gelegen.