760_0900_16769_.jpg Zum Titel fehlt der TGS nur noch ein Sieg
Nils Brandt von der TGS Pforzheim.  Foto: PZ-Archiv/Gössele 

Handball-Sensation: TGS fehlt nur ein Sieg zum Titel

Handball-Oberliga: TGS Pforzheim gewinnt auch den Krimi in Willstätt und dreht einen Fünf-Tore-Rückstand in letzter Minute in einen 28:27-Erfolg. Damit bleibt die TGS sensationell Spitzenreiter.

Doch ehe der Sieg in trockenen Tüchern war, mussten die Pforzheimer – ähnlich wie in den vergangenen zwei Wochen – bis zur letzten Sekunde kämpfen und zittern. Nach einer schwachen Halbzeit lag das Team von Trainer Damir Lebovic nämlich 12:16 hinten und kassierte direkt nach dem Seitenwechsel das 12:17. Da schien sich die erste Saisonniederlage für den Tabellenführer anzubahnen.

Allerdings war Pforzheim auch stark gehandicapt in die Partie gegangen. Die beiden Rückraum-Asse Florian Taafel und Nils Brandt waren erkältet und deshalb nicht in Vollbesitz ihrer Kräfte, Kreisläufer Andrej Klimovets plagt sich mit einer Achillessehnenreizung. Diese Schwächung trug sicherlich dazu bei, dass die TGS die erste Halbzeit fast völlig verschlief. „Wir hatten ungewohnte technische Fehler, waren in der Defensive ohne Laufbereitschaft und haben den starken Willstätter Rückraum nie in den Griff bekommen“, berichtet TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel.

Starke Aufholjagd

Nach der Pause gab es dann gleich noch eine doppelte Zeitstrafe (zwei plus zwei Minuten) gegen Nils Brandt, weil der sich nach einem ungeahndeten Schlag ins Gesicht von Florian Taafel vehement bei den Schiedsrichtern beschwert hatte. Doch die Pforzheimer ließen sich nicht entmutigen. In der entscheidenden Phase übernahm Brandt Verantwortung und brachte sein Team mit vier Toren in Folge wieder auf Schlagdistanz heran. Der starke Linksaußen Marco Kikillus traf zum 22:22-Ausgleich, danach ging die TGS erstmals in Führung. Und Torhüter Jonathan Binder trug mit Paraden seinen Teil zur Wende bei.

Die Schlussphase der Partie bot Dramatik pur. Willstätt drehte das Spiel noch einmal und ging mit zwei Tore erneut nach vorne. Wieder glich Pforzheim aus, führte 30 Sekunden vor Schluss 27:26, kassierte aber den erneuten Ausgleich. Dann der letzte Angriff: Willstätts Torhüter parierte, doch der Ball kam zu Christian Zluhan, der seinen ersten Treffer machte – zum Sieg.

TGS Pforzheim: Binder, Hämmerling – Heintz, Taafel 4, Pietrucha 1, Hofmann, Kaiser 3, Zergon, Brandt 6, Klimovets 7, Kikillus 6/1, Zluhan 1, Ast