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Herber Verlust: Manuel Mönch (Mitte) wird der SG Pforzheim/Eutingen wegen einer Verletzung längere Zeit fehlen.  Foto: PZ-Archiv, Eibner/Ripberger 
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Die TGS Pforzheim fährt mit seiner Verstärkung Andrej Klimovets (rechts, im Gespräch mit Sven Kaiser) als Favorit zum Spiel in Weinsberg.  Foto: PZ-Archiv, Eibner/Ripberger 

Handball: Sorgenfalten bei SG Pforzheim/Eutingen

Dicker hätte es für die SG Pforzheim/Eutingen nicht kommen können. Wie zu befürchten, hat sich die in Altensteig zugezogene Verletzung von Manuel Mönch als komplizierte Sprunggelenksverletzung herausgestellt. Der Spielmacher wird seinem Trainer Hans Christensen über längere Zeit fehlen. Keeper Rico Petruzzi, dessen Knieverletzung als Bänderdehnung diagnostiziert wurde, wird in den nächsten Wochen auch nicht zur Verfügung stehen. Und am Samstag kreuzt mit der HG Oftersheim/Schwetzingen eine der spielstärkeren Mannschaften der Handball-Oberliga Baden-Württemberg in der Konrad-Adenauer-Halle auf.

Weil auch Alexander Lipps weiter angeschlagen ist, fehlen Hans Christensen vor allem im Rückraum die Alternativen. „Unser Kader ist 18 Mann stark und qualitativ“, macht sich Christensen Mut, wenn ihm auch klar ist, dass Mönch nicht zu ersetzen ist. Gegner Oftersheim/Schwetzingen, der in der Saison 2007/2008 noch in der 2. Bundesliga auflief, setzt in dieser Saison, analog der SG, auf Jugendstil.

Sieht man die Misere der SG, hat Damir Lebovic bei der TGS Pforzheim bei der Nominierung seines Teams für die Auswärtsbegegnung beim TSV Weinsberg fast die Qual der Wahl. Keine Frage, dass die Nordstädter nach der Aufrüstung zwischen den Runden und nach der überzeugenden Vorstellung im Spiel gegen Schmiden als Favorit ins Spiel gehen. Dass sich der Gegner vom Unterland zum Auftakt beim Aufsteiger in Wangen eine happige 30:39-Niederlage leistete, sollte die Wartberger aber nicht zum Leichtsinn verführen. Weinsberg hat im Allgäu mit 30 Einschüssen auch Torgefährlichkeit signalisiert. Haupttorschütze war dort wieder Tim Landenberger, das ist derjenige, der (den allerdings die halbe Saison verletzten) Florian Taafel in der vergangenen Saison mit 222 Treffern als Top-Torschütze der Liga abgelöst hat.

Rundenauftakt auch in der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen, bei dem die HSG Pforzheim am Samstag den TV Holzheim empfängt. Nimmt man die beiden Vergleiche des Vorjahres als Maßstab, sollten die Punkte in der Fritz-Erler-Halle bleiben. Für die HSG ist es freilich das Pflichtspiel Nummer eins nach Sandra Armbruster. Jetzt werden sich wohl Maylin Strehle, Annette Belsö und Yvonne Fuchs die Führungsaufgaben teilen müssen.

A-Jugend Bundesligist SG Pforzheim/Eutingen erwartet zur Heimspielpremiere am Sonntag die Vertretung des PSV Nürnberg. Der in dieser Saison erstmals in der Bundesliga auflaufende Gegner ist für Alexander Lipps und seine Crew noch eine Unbekannte, auch der glatte 29:20-Sieg der Franken gegen die JSG Friedberg/Dasing klärt nicht auf, weil auch diese Mannschaft neu in der Liga ist. Die SG selbst scheint, wie der Auswärtssieg bei der hoch eingeschätzten JSG Echaz/Erms aufzeigt, die altersbedingte Neuorientierung gut verkraftet zu haben.

Rundenauftakt auch für die zweite A-Jugend der SG Pforzheim/Eutingen, die in der Badenliga das Fähnlein des Handballkreises Pforzheim hochhält. Mit der JSG Leutershausen/Heddesheim kreuzt dabei gleich einer der Arrivierten auf. Dass die Pforzheimer mit einer zweiten Mannschaft in der Badenliga auflaufen können, während der frühere badische Serienmeister Leutershausen in einer Spielgemeinschaft mit Heddesheim bilden muss, ist ein weiteres Indiz der vorbildlichen Jugendarbeit, die bei den Eutingern geleistet wird.