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Keinen leichten Job hatten Sarah Kraus (rechts) und Co. gegen den Angriff von Regensburg.  Foto: PZ-Archiv/Becker 

Handball: TG 88 kann starken Angriff in Regensburg nicht stoppen

Regensburg/Pforzheim. Die Drittliga-Handballerinnen der TG 88 Pforzheim waren mit keinen großen Erwartungen nach Regensburg gefahren. Schließlich hegt der ESV als Tabellenzweiter Aufstiegsambitionen. Die TG 88 hingegen hat in den vergangenen Wochen wichtige Punkte gegen den Abstieg gesammelt.

Die Rollen waren also schon vor dem Anpfiff klar verteilt, doch einfach so herschenken wollten die Goldstädterinnen die Partie nicht. Obwohl Kristin Kurz in der zweiten Minute schon die erste Zeitstrafe kassierte, hielt die TG 88 bis zum 7:7 (14.) mit. „Unsere Abwehr hat in dieser Phase gut gegriffen, schon früh den Gegner attackiert und ihn nicht ins Spiel kommen lassen. Außerdem haben wir vorne unsere Chancen genutzt“, war Trainer Henning Rupf zufrieden.

Dann kam ein Bruch ins Spiel der Pforzheimerinnen, der Regensburg einen 5:0-Lauf und eine 12:7-Führung ermöglichte. „Der Zugriff der Abwehr war nicht mehr da und wir haben technische Fehler gemacht“, so Rupf. Regensburg habe dann mit einem „wahnsinnigen Zug zum Tor“, die Partie dominiert. Zur Pause führten die Gastgeberinnen mit 19:12. Nach dem Seitenwechsel habe sein Team gut mitgehalten und auch in der Abwehr wieder besser gespielt, findet Rupf. Die Niederlage konnte aber nicht mehr verhindert werden.

Schon vor der Partie hatte Regensburg angekündigt, den Fokus auf die TG-Torjägerinnen Desire Kolasinac und Milica Vlahovic zu legen. Das habe man auch gespürt, sagt Rupf. „Sobald beide auf dem Feld waren, hat Regensburg eine offensivere Abwehrvariante gespielt.“ Das sei aber genausoweinig spielentscheidend gewesen wie das Verhältnis von 5:0 Zeitstrafen zu Ungunsten der TG. Vielmehr seien es der starke Angriff der Regensburgerinnen und die eigenen technischen Fehler gewesen, so Rupf.

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Anna Wittmershaus

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