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TGS Pforzheim

Verstärkt auf junge Spieler wird die TGS Pforzheim mit Trainer Andrej Klimovets (stehend rechts) und Abteilungsleiter Wolfgang Taafel (daneben) im Qualifikationsspiel für den DHB-Pokal setzen. Foto:  PZ-Archiv/Ripberger
Verstärkt auf junge Spieler wird die TGS Pforzheim mit Trainer Andrej Klimovets (stehend rechts) und Abteilungsleiter Wolfgang Taafel (daneben) im Qualifikationsspiel für den DHB-Pokal setzen. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
24.05.2018

Handball: TGS Pforzheim vor Pokal-Qualifikationsspiel gegen HG Oftersheim/Schwetzingen

Pforzheim. Noch einmal müssen die Handballer der TGS Pforzheim am Samstag ran. Um 19.00 Uhr ist in der Bertha-Benz-Sporthalle die HG Oftersheim/Schwetzingen zu Gast, wenn das entscheidende Qualifikationsspiel für den Einzug in die 1. Hauptrunde des DHB-Pokals steigt.

Die Vorfreude bei der TGS hält sich aber in Grenzen. Wäre die Regelung der vergangenen Saison zur Anwendung gekommen, wären die Pforzheimer nämlich jetzt schon wieder für den deutschen Pokalwettbewerb qualifiziert. Denn 2017 qualifizierten sich aus den vier Staffeln der 3. Liga jeweils die ersten sechs für den DHB-Pokal. Und weil zweite Mannschaften wie die Rhein-Neckar-Löwen und Balingen-Weilstetten sich nicht qualifizieren können (ihre ersten Mannschaften sind schon im Pokal dabei) hätte der TGS ihr achter Tabellenplatz gereicht.

2018 aber ist alles anders. Aufgrund einer Klage eines Drittligisten musste der DHB eine Möglichkeit schaffen, dass sich auch schlechter platzierte Mannschaften aus Liga drei qualifizieren können. Deshalb haben 2018 nur die ersten Vier jeder Staffel die direkte Qualifikation geschafft, die übrigen Mannschaften müssen in Qualifikation. Die Betonung liegt auf müssen, denn bei einer Nichtteilnahme wird für die Vereine ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro fällig.

Nach einer kräftezehrenden Saison nutzen viele Spieler die kurze Erholungsphase vor dem Trainingsauftakt zum Urlaub machen. Daher konnten sehr viele Vereine gar keine intakte erste Mannschaft mehr stellen – und teilweise wollen sie es auch nicht. In der Nord- und Oststaffel der 3. Liga zahlen viele Vereine deshalb lieber das Bußgeld. In der Süd- und Weststaffel gibt es nur einzelne Absagen. So wie die vom TuS Dansenberg, der in der ersten Qualifikationsrunde der TGS-Gegner gewesen wäre. Aber die erste Mannschaft war auf gemeinsamer Abschlussfahrt, und die meisten Spieler der zweiten Mannschaft wären nicht spielberechtigt gewesen wären, da sie im Pfalzpokal eingesetzt wurden. Somit zog die TGS kampflos in die zweite Runde ein, wo jetzt die HG Oftersheim/ Schwetzingen wartet. Die Nordbadener haben am gegen die dritte Mannschaft von Oppenweiler/Backnang aus der Bezirksliga (fünf Spielklassen Unterschied) mit 49:9 gewonnen. Das spiegelt auch den sportlichen Wert dieser Qualifikation wider.

Warum die TGS Pforzheim nicht ebenfalls einfach abgesagt hat? „Ich habe nicht eingesehen, dass wir für so eine fragwürdige Regelung dem DHB 500 Euro überweisen. Viele haben das gemacht und der DHB hat seine Portokasse gefüllt. Natürlich haben auch wir viele Spieler der ersten Mannschaft nicht zur Verfügung, aber wir werden das Beste daraus machen. Die Nachwuchsspieler können Erfahrung sammeln.“

Sollte sich die TGS gegen Oftersheim/Schwetzingen durchsetzen, wird sich der Pforzheimer Verein erneut um die Ausrichtung der ersten Hauptrunde im DHB-Pokal bewerben. Vielleicht bekommt man dann eine der ganz großen Handballmannschaften aus der ersten Liga zugelost. Dann könnte in der Bertha-Benz-Halle Ende August ein Handballfest stattfinden. Das, immerhin, wäre ein lohnendes Ziel.