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Für mehr Durchschlagskraft im Angriff könnte bei der TGS Pforzheim die Rückkehr von Valentin Hörer (am Ball) sorgen. PZ-Archiv/Becker

Handball: TGS will Negativ-Heimserie beenden, SG will Aufstieg anpeilen

Während die Handballer der TGS Pforzheim in der 3. Liga versuchen, ihre Negativ-Heimserie gegen Hochdorf zu beenden, sind die Frauen der HSG Pforzheim daheim gegen Gröbenzell nur Außenseiter. Die SG Pforzheim/Eutingen will ihre Aufstiegschance in Deizisau wahren.

Was ist nur mit der TGS Pforzheim los? Aus den Auswärtsspielen meldet der Drittligist Sieg um Sieg (15:7 Punkte), daheim läuft nicht viel (8:14). Zuletzt gab es in der Bertha-Benz-Halle vier Niederlagen in Serie. Ob es helfen würde, wenn die Mannschaft mit dem Bus vom Vereinsheim auf dem Wartberg am Samstag zum Heimspiel gegen den TV Hochdorf fährt? Aber Spaß beiseite: Florian Taafel und seine Mitstreiter wollen für den ersten Heimsieg 2016 alles tun. Den Grundstein soll die Defensive mit zwei überragenden Torhütern und der besten Liga-Abwehr (543 Gegentore, 24,7 im Schnitt) legen. Helfen könnte auch die Rückkehr von Valentin Hörer nach längerer Krankheitspause. Einfach wird es gegen den Tabellenvierten aber nicht. Hochdorf lauert mit einer aggressiven 6:0-Abwehr auf Ballgewinne, hat mit 638 Treffern (Schnitt: 29) die drittbeste Offensive der Liga. Aktivposten bei den Pfälzern sind Spielmacher Tim Beutler, Rückraumwerfer Jan Claussen und der groß gewachsene Steffen Bühler am Kreis.

Für die HSG TB/TG 88 Pforzheim kommt es in der 3. Liga der Frauen jetzt knüppeldick. Nach dem Trainerrücktritt und der schweren Verletzung von Torjägerin Nastja Antonewitch hat sich auch noch Kreisläuferin Marijana Markovic verabschiedet. Und mit Kreisläuferin Jasmin Schückle fällt die nächste wichtige Spielerin aus. Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten HCD Gröbenzell fehlt am Samstag auch noch Sophia Sommerrock, die bei Bensheim-Auerbach Zweitspielrecht hat und mit den Odenwälderinnen um die Deutsche-A-Jugend-Meisterschaft spielt. Der neue Coach Carsten Schmidmeister ist um seine Aufgabe wahrlich nicht zu beneiden, zumal die HSG gegen Gröbenzell bislang nur selten punkten konnte.

Nachdem die SG Pforzheim/Eutingen in der Männer-Oberliga in den letzten Wochen viele schwere Aufgaben bewältigt hat, wartet beim Tabellensiebten TSV Deizisau die nächste heiße Nummer. Wie heimstark Deizisaus ist, mussten in dieser Saison schon starke Teams wie Neuhausen und Willstätt erfahren. Und SG-Coach Alexander Lipps kann wieder nicht mit seiner Wunschformation antreten. Julian Broschwitz, dessen Fähigkeiten als „Abfangjäger“ in der Abwehr beim 37:36 gegen Sandweier besonders vermisst wurden, steht auch hinter dem Einsatz von Drasko Mrvaljevic (Fingerverletzung) ein Fragezeichen. Michael Hohnerlein (Grippe) konnte nicht trainieren. „Wir stehen zwar unter Druck, verfallen aber nicht in Panik, auch wenn die Konkurrenz um die beiden Aufsteigerplätze ihre Spiele ebenfalls gewonnen hat. Die Saison ist noch lang und in den noch ausstehenden acht Spielen wird sich noch einiges bewegen“, glaubt Alexander Lipps.

Dem TV Bretten steht das Wasser inzwischen bis zum Hals. Im Nachbarschaftsduell mit der SG Heidelsheim/Hemsheim zählt für die Melanchthonstädter nur das Punktepaar.