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Abklatschen nach dem Derby: Die SG Pforzheim/Eutingen (blau-gelbe Trikots) ist bereits für den DHB-Pokal qualifiziert, die TGS (weiße Trikots) kann am Wochenende nachziehen.  Foto: Becker/PZ-Archiv 

Handball-Überblick: Bleibt die SG Pforzheim/Eutingen dominante Kraft?

Pforzheim. Zwei Plätze im DHB-Pokal der Saison 2021/22 werden im Liga-Pokal Süd der Handball-Drittligisten vergeben. Den ersten Platz hat sich die SG Pforzheim/Eutingen bereits gesichert, den zweiten sollte sich die TGS Pforzheim am Wochenende schnappen.

Es ist schon beeindruckend, wie die SG Pforzheim/Eutingen auftrumpft. Fünf Auftritte mit fünf souveränen Erfolgen, zuletzt ein 35:23-Kantersieg gegen die SG Leutershausen, ein Top-Team des Nordbadischen Verbandes. Zwar mag Leutershausen nicht mehr die Klasse früherer Jahre haben, aber Alexander Lipps verzichtete mit Keeper Bastian Rutschmann, Tim Ganz und Pascal Kirchenbauer auf gleich drei Stützen seines Teams, ebenso wie auf die A-Jugendlichen Nico Schöttle und Lukas Süsser. Für den SG-Trainer war es wichtig zu sehen, dass der Kader auch in der Breite seine Qualitäten hat. Am Sonntag überzeugten vor allem die Spieler auf den Kreispositionen.

Am Samstag (20 Uhr/Bertha-Benz-Halle) hat die SG als Gastgeber des TV Plochingen erneut Heimrecht. Keine Frage, dass die Eutinger auch diesen Vergleich als Sieger bestreiten wollen und auch favorisiert sind. Der Gegner von der Neckarschleuse, der zum zweiten Mal binnen Wochenfrist in der Bertha-Benz-Halle aufläuft, war mit großen Erwartungen in die Saison 2020/2021 gestartet, hatte seine Ziele mit einer 6:2-Punkteausbeute bis zum Rundenabbruch auch erfüllt und war auch im Ligapokal mit 3:1 Punkten planmäßig gestartet. Dann kam der bisher „schwarze Mai“ mit Niederlagen (unter anderen bei der TGS Pforzheim) und einem Kreuzbandriss bei Torschützenkönig Christos Erifopoulos. Mit Haas und Hejny verfügen die Mannen vom Neckar über zwei wurfgewaltige Rückraumspieler, mit dem schwergewichtigen Mühlhäuser am Kreis einen Brocken, der Michael Hohnerlein und Ingo Catak im SG-Innenblock beschäftigen wird.

Als Favorit in die Kurpfalz

Handball-Drittligist TGS Pforzheim kann sich am Samstag bei der HG Oftersheim/ Schwetzingen vorzeitig die Teilnahme am DHB-Pokal sichern. Die Mannen von Tobias Müller fahren als Favorit in die Kurpfalz, sollten den Gastgeber aber nicht am Tabellenplatz messen. Die Spargelstädter haben nach fünf Spielen nur einen Punkt, haben gegen Blaustein und bei Erlangen II aber nur ganz knapp verloren. Oftersheim/Schwetzingen fehlt aber auch Rückraumbomber Yessine Meddeb, der wegen seines Erstspielrechts bei Bundesligist Ludwigshafen nicht spielen darf. Dennoch wird man bei der HG versuchen Trainer Holger Löhr in seinem letzten Heimspiel nach vier Jahren einen guten Abschied zu bescheren.

TGS-Trainer Tobias Müller dürfte seinen jungen Spielern nach dem zuletzt starken Auftritt wieder verstärkt Einsatzzeiten einräumen. Zudem sollten der zuletzt erkrankte Adam Soos und Christopher Bregazzi (Impfpause) wieder mit von der Partie sein. Sorgen bereitet Michal Wysokinski, der am Samstag angeschlagen vom Parkett humpelte, fällt er aus, wird wohl Nikolai Gerstner vorne am Kreis ranmüssen.