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Raffinierte Spielzüge wie hier mit Martin Kienzle (Mitte) und Kreisläufer Nils Boschen (links) will die TGS auch im neuen Jahr zeigen. Foto: Becker
Raffinierte Spielzüge wie hier mit Martin Kienzle (Mitte) und Kreisläufer Nils Boschen (links) will die TGS auch im neuen Jahr zeigen. Foto: Becker
03.01.2017

Handball pur bei der TGS: Drittligist bietet im Januar drei Kracher in der Bertha-Benz-Sporthalle

Pforzheim. Mit dem internationalen Freundschaftsspiel gegen das Schweizer B-Liga Team SG Yellow/Pfadi Espoirs Winterthur läutet die TGS Pforzheim am kommenden Freitag (18.00 Uhr, Bertha-Benz-Halle) den Start in die Rückrunde der 3. Handball-Bundesliga ein. Das Team aus der Schweiz absolviert aktuell ein Trainingslager in Sigmaringen zur Vorbereitung auf die Rückrunde in der 2. Schweizer Nationalliga.

Nach 14-tägiger Ruhepause hatte TGS-Trainer Andrej Klimovets am gestrigen Dienstag seine Spieler erstmals wieder zu einer Trainingseinheit zusammengerufen. Mit dem Freundschaftsspiel gegen Winterthur soll sein Team schnell wieder unter Wettkampfbedingungen ein Spiel bestreiten. Yellow/Pfadi Espoirs ist das Farmerteam des Schweizer Erstligisten Pfadi Winterthur, in den 90er-Jahren die Nummer eins im Schweizer Profihandball und derzeit hinter den Kadetten Schaffhausen auf Platz zwei in der Schweizer A-Liga. Als Spielertrainer war 2007 übrigens der deutsche Weltmeister Markus Baur im Amt, bevor er kurzfristig vom TBV Lemgo verpflichtet wurde.

Topspiel gegen Nußloch

Handball pur erwartet die Pforzheimer Handballfans in diesem Monat. Nach dem Freundschaftsspiel am Dreikönigstag steigt am 14. Januar das Drittliga-Spitzenspiel der TGS gegen die SG Nußloch. „Mit zwei Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz in die 2. Bundesliga und Heimspielen gegen Nußloch, Balingen und Fürstenfeldbruck haben wir noch alle Möglichkeiten, bis zum Saisonende um eine absolute Spitzenplatzierung mitzumischen. Gegen Nußloch wollen wir uns für die knappe Niederlage beim Saisonauftakt in Nußloch revanchieren. Ich gehe davon aus, dass wieder ein super Handballspiel zu sehen sein wird“, sagt Wolfgang Taafel, der Handball-Abteilungsleiter der TGS.

Ein absolutes Handball-Highlight in Pforzheim wird dann am 28. Januar stattfinden. Im Rahmen einer Doppelveranstaltung präsentiert die TGS Weltklassehandball. Ab 16.00 Uhr bestreiten in der Bertha-Benz-Sporthalle der in der Champions League Gruppe D aktuell Zweitplatzierte, die ukrainische Spitzenmannschaft von HC Motor Zaporozhye, und der Erstligist TVB Stuttgart ein Testspiel. Im Anschluss daran spielt die TGS gegen den TV Mundenheim. Im Vorfeld des Spiels wurde der TGS die Teilnahme von Jogi Bitter, „Mimi“ Kraus und Markus Baur für eine Autogrammstunde zugesagt. „Sicherlich wird es uns auch noch gelingen, den einen oder anderen hochdekorierten Nationalspieler von Motor an den Autogrammtisch zu bekommen“, glaubt Wolfgang Taafel. Mit dem vielfachen ukrainischen und russischen Nationalspieler Sergey Shelmenko wird bei Zaporozhye übrigens ein alter Bekannter von Andrej Klimovets auflaufen, der zusammen mit dem TGS-Trainer in den Jahren 2006 bis 2009 bei den Rhein-Neckar-Löwen auf Torejagd ging.

Naturgemäß laufen bei der TGS schon jetzt die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. „Wir haben den Ehrgeiz, weiter ganz weit vorne mitzumischen“, verspricht Wolfgang Taafel. Ein Aufstieg in die 2. Liga wäre allerdings unter den aktuellen Rahmenbedingungen in Pforzheim ein Drahtseilakt mit vielen dicken Fragezeichen. Das weiß auch der Macher bei der TGS. „Die 2. Liga wäre eine ganz neue Dimension“, so Taafel.

Vorerst laufen die Planungen für eine weitere Drittliga-Saison. Sicher ist bisher, dass Torhüter Daniel Sdunek zum TBV Stuttgart wechselt, um dort in der zweiten Mannschaft zu spielen. Man habe aber schon interessante Anfragen von zwei neuen Keepern. Ob Trainer Andrej Klimovets in ein fünftes Jahr bei der TGS gehen wird, soll auch in den kommenden Wochen besprochen werden.