nach oben
Den Ball fest im Blick: Die Mannschaften der SG Pforzheim/Eutingen (links) und der TGS Pforzheim vor dem Hinspiel am 3. Oktober 2011.  Fotos:  gössele, pz-archiv
Den Ball fest im Blick: Die Mannschaften der SG Pforzheim/Eutingen (links) und der TGS Pforzheim vor dem Hinspiel am 3. Oktober 2011. Fotos: gössele, pz-archiv © Gössele/PZ-Archiv
03.02.2012

Handball-Derby I: SG Pforzheim/Eutingen will zeigen, wer die Nummer eins ist

Pforzheim. Es ist ein bisschen wie die Ruhe vor dem Sturm, was unter der Woche in der Konrad Adenauer-Halle auf dem Buckenberg zu spüren war. Immerhin geht es am Samstag ab 20.30 Uhr einmal mehr darum, wer im Pforzheimer Herren-Handball die Hosen anhat.

Schon das erste Oberliga-Derby zwischen der TGS Pforzheim und der SG Pforzheim/Eutingen war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Aus Sicht der SG hatte die Sache nur einen Schönheitsfehler: Der Sieg beim prestigeträchtigen Duell Anfang Oktober ging mit 24:21 an den vermeintlichen Außenseiter, die TGS. Und das hatte weitreichende Folgen für den Verlierer. Besonders für den langjährigen SG-Coach Marc Nagel, der daraufhin seinen Abschied nahm.

Keine Frage, dass im Rückspiel auf dem Buckenberg vor ausverkauftem Haus Revanche angesagt ist. „Das Wort Niederlage haben wir bis auf weiteres aus unserem Wortschatz gestrichen“, versichert Spielmacher Manuel Mönch und fügt hinzu: „Wir wollen vor allem auch unseren Fans zeigen, wer in Pforzheim die Nummer eins ist.“ Dafür wurden im Training auch gerne ein paar Extra-Schweißtropfen vergossen. Schon am Montag probten die SG-Handballer hochkonzentriert den Ernstfall in Sachen Angriffsvarianten und schnelles Umschalten nach vorne. Wie hoch die Belastungsspitzen bisweilen reichten, war an den Gesichtern deutlich abzulesen. Ein lockeres Fußball-Spiel zum Aufwärmen durfte freilich auch nicht fehlen, wobei sich insbesondere Torhüter Peter Pcola als gefährlicher Mittelstürmer präsentierte. Im Stadt-Derby ist der Slowake allerdings wieder als Tore-Verhinderer gefragt.

Schon bei der Generalprobe vor einer Woche gegen Kornwestheim bot der Slowake eine Klassevorstellung und trug neben Topscorer Mönch (11 Treffer) maßgeblich zum klaren Auswärtssieg bei. „Die Leistung in der ersten Halbzeit war das Beste, was ich von meiner Mannschaft gesehen habe, seit ich in Pforzheim bin“, lobt SG-Trainer Wilfried Job. Auch im Derby fordert er eine ähnlich aggressive Deckung wie zuletzt. Dass TGS-Torjäger Florian Taafel (Kreuzbandriss) – im Hinspiel noch umjubelter Matchwinner – diesmal nicht dabei ist, sieht Job eher als Nachteil für sein Team. „Unser Gegner ist dadurch schwerer auszurechnen und jeder traut sich vielleicht noch einen Tick mehr zu“, glaubt er. Dennoch seien seine Spieler gut gerüstet und allein schon als Gastgeber in der Pflicht, das Maximale aus sich herauszuholen. So sehen das auch seine Schützlinge, die seit Mitte November keine Oberliga-Partie mehr verloren haben. „Wenn wir unser Ding durchziehen, kann uns niemand stoppen“, weiß Bastian Langenfeld. Und auch Alexander Lipps versprüht Optimismus: „Im Hinspiel hat der letzte Biss gefehlt“, betont der SG-Kapitän. „Das passiert uns nicht wieder.“ Peter Hepfer