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TGS Pforzheim

Applaus nach einer Drittliga-Saison mit Höhen und Tiefen: Die Spieler der TGS Pforzheim bedanken sich bei ihren Fans. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
Applaus nach einer Drittliga-Saison mit Höhen und Tiefen: Die Spieler der TGS Pforzheim bedanken sich bei ihren Fans. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
04.05.2018

Handball-Drittligist TGS Pforzheim: Kader für die neue Saison fast komplett

Pforzheim. Noch ein Spiel, dann ist die Saison 2017/18 in der 3. Handball-Bundesliga Süd wieder Vergangenheit. Für die TGS Pforzheim, die Nummer eins im Pforzheimer Männerhandball, war es schon die fünfte Saison in der dritthöchsten deutschen Spielklasse – eine reife Leistung.

Die Vorbereitungen auf die sechste Spielrunde in der 3. Liga sind schon geraume Zeit in vollem Gange. Wie immer laufen die Fäden bei Handball-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel zusammen, der es mit viel Fließ und Sachverstand immer wieder versteht, interessante Spieler nach Pforzheim zu locken und damit eine attraktive Mannschaft auf die Beine zu stellen.

Doch zunächst wird die aktuelle Saison am Samstag mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger TuS Dansenberg abgeschlossen (19.00 Uhr, Bertha-Benz-Sporthalle). Dazu hat sich die TGS eine spezielle Aktion ausgedacht. Jugendteams anderer Vereine und Sportarten aus Pforzheim und dem Umkreis samt Betreuern sind eingeladen, bei freiem Eintritt das Spiel anzuschauen. „Wir wollen damit die Leute für den Handballsport begeistern“, sagt Wolfgang Taafel zu der Aktion.

„Mit Anstand verabschieden“

Wie immer zum Saison-Kehraus bietet die TGS auch wieder eine Tombola mit tollen Preisen an. „Wir wollen versuchen, uns gegen Dansenberg mit Anstand zu verabschieden“, hofft Taafel auf ein gutes Spiel und eine ansprechende Kulisse. Der Zuschauer-Schnitt lag in der abgelaufenen Saison bei rund 500, eine Zahl, mit der man bei der TGS durchaus zufrieden ist.

Hohe Belastung

Auch heute Abend werden der TGS wieder mehrere Leistungsträger verletzungsbedingt fehlen – ein Zustand, den die Wartberger aus leidvoller Vergangenheit gut kennen. Warum nur ist der Pforzheimer Drittligist so vom Verletzungspech verfolgt? Wolfgang Taafel glaubt, dass die Belastung für die Spieler relativ hoch ist. Gerade Leistungsträger müssten oft durchspielen. Der Kader sei nicht breit genug, um das zu kompensieren. Generell würden Verletzungen im Leistungssport, nicht nur im Handball, zunehmen, hat Taafel beobachtet. „Das liegt auch daran, dass der Sport immer schneller, dynamischer und kraftvoller wird.“

Auch deshalb will man das Team von Andrej Klimovets (seit 2013 Trainer der TGS) für die kommende Saison etwas breiter aufstellen, vor allem im Rückraum. Mit Roy James vom TV Hochdorf und Patrick Zweigner von den Rhein-Neckar Löwen II hat man zwei Spieler schon unter Vertrag genommen. Ein Dritter soll noch hinzukommen, die Verhandlungen laufen, was nicht immer leicht ist. „Auch im Handball explodieren bisweilen die Preise“, hat Taafel beobachtet. Quasi ein Neuzugang ist auch Christopher Bregazzi. Der Linkshänder kam schon vor der jetzt endenden Saison, verletzte sich aber vor dem Start bei einem Lehrgang der irischen Nationalmannschaft so schwer am Knie, dass er nicht eingesetzt werden konnte. Derzeit trainiert Bregazzi, und Wolfgang Taafel ist sehr angetan vom Leistungsvermögen des ehemaligen Mundenheimers, der aus Pforzheim stammt.

Den voraussichtlich drei Neuen stehen drei Abgänge gegenüber: Vor dem heutigen Spiel werden Evgeni Prasolov, Maximilian Mitzel und Antonio Bodganic verabschiedet.

Dritter Mann gesucht

„Wenn wir noch einen guten dritten Mann für den Rückraum bekommen, wonach es aussieht, haben wir für die kommende Saison eine prima Mannschaft zusammen“, glaubt Wolfgang Taafel. Dann könnte man auch wieder im vorderen Drittel anklopfen, wie das in der Saison 2016/17 der Fall war, als sich die TGS als Dritter für den DHB-Pokal qualifizierte.

Ein Interview mit Kapitän Florian Taafel zur Entwicklung der TGS in den vergangenen Jahren gibt es auf der Facebook-Seite von Handball Plus, einer Plattform für Handball-Amateurvereine