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TGS Pforzheim

Der Mundschutz sitzt, der Wurf auch? Maris Maris Versakovs (am Ball) ist im Heimspiel wieder gefordert. Foto: PZ-Archiv, Becker
Der Mundschutz sitzt, der Wurf auch? Maris Maris Versakovs (am Ball) ist im Heimspiel wieder gefordert. Foto: PZ-Archiv, Becker
01.02.2018

Handball-Drittligist TGS Pforzheim muss gegen Oppenweiler/Backnang auf die Zähne beißen

Pforzheim. Weil die TGS Pforzheim am Samstag die Bertha-Benz-Halle den Ringern der KSV Ispringen für deren ersten DM-Finalkampf überlässt, trägt der Handball-Drittligist sein Heimspiel zur ungewohnten Anwurfzeit erst am Sonntag um 17.00 Uhr aus.

Gegner ist der HC Oppenweiler/Backnang, der derzeit mit 11:25 Punkten auf Platz 14 und damit auf einem Abstiegsplatz rangiert, aber sicher nicht wie ein potenzieller Absteiger auflaufen dürfte, denn nach einer missratenen Vorrunde mit einer Ausbeute von lediglich 7:23 Zählern haben die Murrtäler bereits als Stammgast beim Birkenfelder Drei-Königsturnier signalisiert, dass für eine Wende in der Rückrunde noch Feuer lodert.

Dies haben sie dann seit Januar mit Siegen zunächst im „Schicksalspiel“ mit TuS Dansenberg, einem viel beachteten Auswärtscoup beim Zweitliga-Absteiger in Neuhausen und einer ebenbürtigen Vorstellung bei der hauchdünnen Niederlage gegen Spitzenreiter SG Nussloch nachdrücklich unterstrichen. In der Bertha-Benz-Halle wollen die Schwaben nunmehr den Schritt aus der Gefahrenzone vollziehen. Richten soll dies vor allem der Paraderückraum mit den Gebrüdern Schöbinger, Tobias Hold und vor allem Benjamin Röhrle, die allesamt schon in höheren Ligen gestählt wurden.

Bei der TGS Pforzheim hat Trainer Andrej Klimovets nach der erneuten Ein-Tore-Niederlage in dieser Woche Aufbauarbeit leisten müssen. Sich hängenlassen gilt aber beim „Weltmeister“ trotzdem nicht. Obwohl sich die personelle Lage gegen dem Pfullinger Spiel nicht verbessert, sondern eher als schlechter darstellt – Alexander Klimovets wird krankheitsbedingt wohl kaum mit auflaufen können, Nachwuchsmann Finn Malolepszy ist auf Klassenfahrt – will man Oppenweiler die Zähne zeigen.

Mangels Alternativen muss der Rest des Kaders somit zwangsläufig erneut an die Leistungsgrenze gehen. Dass die Mannschaft konditionell fit ist, ist bekannt und das hat sie vor allem in den Spielen in Pfullingen und gegen Hochdorf bewiesen, bei denen sie in furiosen zweiten Spielhälften Rückstände von vier oder sogar sieben Treffern aufholte.

Gerade deshalb gilt es am Sonntag frühe Rückstände zu vermeiden. Dies ist ein Auftrag sowohl an die Abwehr, die in den letzten Spielen zu viele Gegentreffer zuließ als auch an den Angriff, der viele Chancen, sei es aus dem Feldspiel aber auch vom Siebenmeterstrich – gegen Hochdorf ließ man drei, in Pfullingen zwei Strafwürfe aus – nicht konsequent nutzte.