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TGS Pforzheim

Kaum zu halten von der Heilbronner Deckung: Kreisläufer Davor Sruk erzielte acht blitzsaubere Tore für die TGS Pforzheim. Foto: Becker
08.04.2018

Handball-Drittligist TGS Pforzheim unterliegt Titelaspirant Heilbronn

Pforzheim. Das war wieder einmal beste Samstagabend-Unterhaltung. In einem packenden und spannenden Handballspiel unterlag die TGS Pforzheim dem Aufstiegsanwärter TSB Heilbronn-Horkheim mit 29:34 (13:18).

Auch wenn das Ergebnis deutlich war: In der Schlussphase der Drittliga-Partie vor 500 Zuschauern in der Bertha-Benz-Sporthalle entschieden Kleinigkeiten.

Die TGS hatte sich – unter den Augen von Pforzheims OB Peter Boch – nach einem 13:18-Pausenrückstand mit einer tollem Energieleistung herangekämpft. In der 56. Minute vergab Florian Taafel beim Stande von 28:30 einen Siebenmeter (vorher hatte er fünf Strafwürfe verwandelt). Beim 28:31 leistete sich erneut Taafel in Überzahl einen Fehlwurf. Damit war die Messe gelesen. Heilbronn machte in der Schlussphase gegen offene Pforzheimer, die nun alles riskierten, noch drei Tore, die aber nur für die Statistik zählen und nichts über den wahren, engen, Spielverlauf aussagen.

Bildergalerie: TGS Pforzheim - TSB Horkheim

„Alles gegeben“

„Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben. Entscheidend war die erste Halbzeit, wo wir uns sehr schwergetan haben und vor allem eine schwache Chancenverwertung hatten“, konstatierte TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel nach der Partie.

Den Fünf-Tore-Rückstand nach 30 Minuten verkürzte die TGS dann nach der Pause Minute für Minute. Dabei zeichnete sich vor allem Kreisläufer Davor Sruk aus, der – immer wieder exzellent angespielt von Maris Versakovs – Tore am Fließband erzielte. Ihn bekam die ansonsten recht aufmerksame Heilbronner Deckung nie in den Griff. Der zweite Pluspunkt war Fabian Dykta. Das 22-jährige Eigengewächs brachte es von der Linksaußen-Position auf sechs Tore. In der 40. Minute stand es 21:22. Die TGS war wieder dran. Aber Heilbronn zeigte nun auch, warum man zu den Anwärtern auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga gehört. Vor allem Oliver Heß, der in der Winterpause vom Bundesligisten Ludwigshafen gekommen war, und Felix Kazmeier, trafen aus dem Rückraum fast nach Belieben und hielten die TGS immer mit mindestens zwei Toren auf Distanz.

Am Ende ging Pforzheim auch die Puste aus, weil die Leistungsträger fast ununterbrochen auf dem Feld standen. Kapitän Florian Taafel spielte, obwohl er verletzungsbedingt noch nicht zu 100 Prozent fit war.

Heilbronns Coach Jochen Zürn war sehr zufrieden über „den Sieg in Pforzheim, einem Großen der Liga“. Er lobte vor allem das gute und schnelle Umschaltspiel seiner Mannschaft und den famosen Torhüter Pascal Welz. Pforzheims Coach Andrej Klimovets, der wieder in der  Abwehr aushalf, trainiert die TGS auch in der kommenden Saison.