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Licht und Schatten gibt es im bisherigen Saisonverlauf der SG Pforzheim/Eutingen. Trainer Alexander Lipps (links) freut sich mit Shooting-Star Max Lupus.  Foto: PZ-Archiv
Licht und Schatten gibt es im bisherigen Saisonverlauf der SG Pforzheim/Eutingen. Trainer Alexander Lipps (links) freut sich mit Shooting-Star Max Lupus. Foto: PZ-Archiv
11.11.2015

Handball-Oberliga: SG Pforzheim/Eutingen mit Luft nach oben

Es läuft zwar nicht optimal, doch die SG Pforzheim/Eutingen ist auf Schlagdistanz zur Spitze in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg. Nach zehn Spielen, exakt einem Drittel der Saison, zieht die PZ eine erste Zwischenbilanz. Der Handball-Oberligist will dran bleiben und in der Rückrunde voll angreifen. Junge Spieler drängen sich im Team von Trainer Lipps in den Vordergrund.

Wie zufrieden ist Alexander Lipps mit dem bisherigen Abschneiden (Platz 5, 12:8 Punkte)?

Der Trainer hatte sich mehr erhofft. „Zwei bis vier Punkte mehr könnten es schon sein“, sagt Lipps. Vor allem die völlig unnötige Heimniederlage gegen Aufsteiger TV Bretten schmerzt.

Was hat ihm gut gefallen?

Das Abwehrverhalten mit der 3-2-1-Variante hat sich stabilisiert. Die Heimsiege gegen die Mitfavoriten TV Willstädt und TSV Neuhausen waren „sehr ordentlich“.

Was hat ihm nicht gefallen?

Auswärts war die Mannschaft nicht stabil. Da war auch das Abwehrverhalten bisweilen mangelhaft. Zudem gab es einige Undiszipliniertheiten.

Wie zufrieden ist der Trainer mit den Neuzugängen?

Ex-Profi Drasko Mrvaljevic (35) kam mit Trainingsrückstand. Trotzdem hat man sich von dem Montenegriner mit Bundesliga-Erfahrung mehr erwartet. Da ist wie im gesamten Team noch Luft nach oben. „Trotzdem hilft er uns uns setzt Impulse“, sagt Alexander Lipps. Lukas Gallus ist Trainingsweltmeister, der Knoten im Spiel ist noch nicht geplatzt. „Aber er ist ein sehr positiver Typ. Das tut der Mannschaft gut“, so Lipps. Mit der Entwicklung von Raphael Blum ist der Coach sehr zufrieden. Der Sprung für den A-Jugendlichen, der von der TGS Pforzheim kam, war zunächt groß. Er ist aber auf einem guten Weg.

Wie beurteilt Lipps die Leistungen der jungen Wilden?

Absolut positiv. Die Jungen übernehmen viel Verantwortung und zählen zu den Leistungsträgern. Allen voran Dominik Seganfreddo, Sandro Münch und Max Lupus. Seganfreddo (22) besticht nicht nur mit einer hohen Trefferquote. Münch ist mit 19 Jahren der stabilste Rückraumspieler der SG. Alexander Lipps wünscht sich, dass der Youngster auswärts so selbstbewusst aufspielt, wie zuhause. Auffällig stark für sein Alter (19) agiert Max Lupus. Der Linksaußen profitiert von seiner super Vorbereitung.

Ist schon ein Generationenwechsel erkennbar?

Den sieht der Coach nicht. Auch wenn sich die Jungen in den Vordergrund spielen: Bewährte Kräfte wie Manuel Mönch (30), Marius Hufnagel (30), Bastian Langenfeld (30), Carlo Petruzzi (27) oder Philip Schückle (26) sind immer noch wertvolle Bestandteile der Mannschaft.

Wie lauten die weiteren Ziele?

Ziel bleibt der Aufstieg in die 3. Liga. Bis zum Ende der Vorrunde soll der Abstand nach ganz vorne nicht größer werden. „In der Rückrunde wollen wir dann voll angreifen“, verspricht Lipps und hofft, dass dann auch die verletzten Manuel Mönch und Nicolai Gerstner wieder an Bord sind.

Wie gefällt es der SG in der neuen Bertha-Benz-Halle?

Es geht so. „Wir gewöhnen uns an die Halle. Wir haben Lust, dort zu spielen“, sagt der Coach. Der Trainingsbetrieb läuft gut. Bei Problemen fehle manchmal die nötige Absprache mit der Stadt.