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Das Hinspiel gegen Plochingen endete 22:22. Diesmal möchte die SG mit Marius Hufnagel (am Ball) beide Punkte einfahren.  Pz-Archiv, Becker
Das Hinspiel gegen Plochingen endete 22:22. Diesmal möchte die SG mit Marius Hufnagel (am Ball) beide Punkte einfahren. Pz-Archiv, Becker
01.03.2018

Handball-Oberliga: SG Pforzheim/Eutingen mit personellen Problemen in Plochingen

Pforzheim. Nach der Niederlage des TV Willstätt bei TuS Steißlingen haben sich der TSV Baden-Baden und die SG Pforzheim/Eutingen an der Tabellenspitze der Handball-Oberliga Baden-Württemberg etwas absetzen können. Dies ist für die Pforzheimer schon deshalb beruhigend, weil nach zwei Heimspielen nun auf Alexander Lipps und seine Mannen beim TV Plochingen wieder eine ganz schwere Auswärtsprüfung wartet.

Mit den Württembergern hatte man bereits im Vorrundenmatch eine hartnäckige Auseinandersetzung, bei der die SG nach zähem Spielverlauf letztendlich zufrieden sein musste, dass Nikolai Gerstner 25 Sekunden vor dem Schlussgong mit dem Treffer zum 22:22 wenigstens die Punkteteilung sicherte. Von einer Begegnung auf Augenhöhe ist nun auch am Samstag auszugehen, zumal es dem schwäbischen Handballadel verkörpernden Daniel Brack, der nunmehr nur noch auf der Trainerbank sitzt, geglückt ist, ein mannschaftlich geschlossenes Team aufzubauen, das aber auch über ganz starke Einzelspieler verfügt.

Auf der Favoritenliste

Dass die Württemberger, die Alexander Lipps schon zu Beginn der Saison ganz oben auf seiner Favoritenliste führte, mit 24:18 Punkten um ihre wohl letzte Chance um den Drittliga-Aufstieg spielen, macht die Aufgabe der SG nicht einfacher.

Obwohl die SG Pforzheim/Eutingen nicht frei von personellen Problemen ist, fährt sie mit dem Ziel, diesmal nicht nur einen, sondern zwei Punkte zu verbuchen an der Neckarschleuse an, denn die Serie von neun Begegnungen hat das Selbstvertrauen gestärkt.

Mit Sandro Münch, dessen Verletzung aus dem Neckarsulmer Spiel zwischenzeitlich als Bruch der Mittelhand diagnostiziert wurde, wird den Pforzheimern zwar ein Eckpfeiler fehlen, dass man aber auch ohne den wurfgewaltigen Rückraumspieler mehr als 30 Treffer erzielen kann, hat die Mannschaft jüngst gegen Deizisau bewiesen. Max Lupus wird nach Nasenbeinbruch wohl erneut ausfallen und auch sein Vertreter am vergangenen Spieltag, der A-Jugendliche Nick Kusch, musste diese Woche, genauso wie Abwehrspezialist Michael Hohnerlein das Krankenbett hüten.

Wochen der Wahrheit

Für die Frauen der TG 88 Pforzheim beginnen nun die Wochen der Wahrheit. Drei Auswärtsspiele stehen an. Zunächst beim TSV Wolfschlugen, dann beim SV Allensbach II, es folgt die Reise zur punktgleichen Vertretung der SG Kappelwindeck/Steinbach.

Der Auftakt in Wolfschlugen am Samstag dürfte dabei wohl schon die heißeste Aufgabe sein, denn die Gastgeberinnen von den Fildern, die neun ihrer bisher zehn Heimauftritte sieggreich beendeten, können auf einen ganz engagierten Anhang setzen.

Weil man bisher auswärts die stärkeren Leistungen als zu Hause ablieferte, laufen die TG-Spielerinnen auch im Wolfschlugener Sportzentrum ohne Wackelknien auf, denn mit Stefanie Kurstak, Anika Henschel und der immer mehr Verantwortung übernehmenden Dina Bergame-Versakovs verfügt man über eine Rückraum, der in der Oberliga seinesgleichen sucht.