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Um ein Haar hätte die SG mit Michael Hohnerlein, dem starken Torwart Mile Matijevic und Tobias Müller (von links) eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen müssen. Foto: Becker
Dominic Seganfreddo war einer von mehreren Spielern, bei denen gegen Plochingen wenig zusammenlief. Foto: Becker
13.10.2017

Handball-Oberliga: SG Pforzheim/Eutingen rettet einen Punkt gegen TV Plochingen

Pforzheim. In der Handball-Oberliga hat die SG Pforzheim/Eutingen den erhofften Heimsieg verpasst. In einem kuriosen Spiel gegen den TV Plochingen musste der Drittliga-Absteiger am Freitag mit einem 22:22 (12:7) zufrieden sein. Knapp vier Minuten vor dem Ende hatte es angesichts eines Drei-Tore-Rückstands sogar nach einer Niederlage ausgesehen.

Bildergalerie: SG Pforzheim/Eutingen holt Remis gegen TV Plochingen

In beiden Spielhälften hatte die SG zunächst Ladehemmung. Nach der Pause führte das dazu, dass das Team von Trainer Alexander Lipps fünf Tore Führung herschenkte. Anders als zu Spielbeginn schlugen sich in dieser Phase aber auch Unterzahlsituationen negativ nieder. Eine Zeit lang hielt der starke Mile Matijevic im Tor die SG im Spiel. In den Schlussminuten fehlte ihm etwas Glück.

Vor 350 Zuschauern brachte Julian Broschwitz die Hausherren mit 1:0 in Führung. Schnell lag die SG aber hinten und musste zusehen, dran zu bleiben. Kreisläufer Michael Hohnerlein machte drei der ersten fünf Tore des Lipps-Teams. Bemerkenswert ist aber alleine schon, dass bereits gut 18 Minuten gespielt waren, als das 5:5 fiel. Trainer Lipps ärgerte sich am Ende, dass er mit seiner Startaufstellung in beiden Hälften kein Glück hatte. Allerdings ergriff er auch wirkungsvolle Maßnahmen. Nach der ersten Auszeit nach zwölf Minuten brachte Lipps im Rückraum Tom Schlögl und Paul Lupus für Broschwitz und Manuel Mönch. Damit ging es in die richtige Richtung, auch wenn die SG weiter Geduld brauchte. Nachdem die SG mit 7:6 in Führung gegangen war (24.), nahm Plochingen die erste Auszeit. Nun brachte SG-Trainer Lipps Nicolai Gerstner, der sich erst Recht als Gewinn erwies. „Er ist zu Zeit der Konstanteste“, lobte Lipps den Spielmacher am Ende.

Gerstner warf insgesamt fünf Tore, allein bis zur Pause zwei. Mit einem Mal ging es Schlag auf Schlag, wobei sich auch die erste Zeitstrafe, die in der 27. Minute gegen Plochingens Robin Brandner verhängt wurde, günstig für die SG auswirkte.

Nach dem 12:7 Pause verspielte die SG in nur gut zwölf Minuten ihre Führung. Offener wurde das Spiel nun auch, weil beide Teams zeitweise mit einer einfachen oder doppelten Unterzahl fertig werden mussten und das bei Angriffen kompensierten, indem sie den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzten. Nachdem es in der 43. Minute 13:13 hieß und in der 52. 17:17, handelte sich die SG einen Drei-Tore-Rückstand ein. Angesichts der schwachen Offensive schien das Spiel beim Stande von 19:22 knapp vier Minuten vor Schluss verloren. Nun setzte SG-Trainer Lipps auf doppelte Manndeckung und dank des einzigen Treffers von Dominic Seganfreddo aus dem Feld und zwei Toren des starken Gerstner reichte es wenigstens noch zu einem Teilerfolg. „Wir stehen nicht da, wo wir wollen“, haderte Gerstner dennoch.