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Kein Durchkommen: Die Pforzheimer Tom Schlögl (in der Luft) und Nicolai Gerstner (rechts) werden von Herrenbergs Cornelius Maas ausgebremst. Foto: Ripberger
Kein Durchkommen: Die Pforzheimer Tom Schlögl (in der Luft) und Nicolai Gerstner (rechts) werden von Herrenbergs Cornelius Maas ausgebremst. Foto: Ripberger
11.03.2018

Handball-Oberliga: SG Pforzheim/Eutingen verliert Spitzenspiel gegen Herrenberg

Pforzheim. Spitzenspiel verloren, Tabellenführung futsch – der Samstag lief für die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen nicht wie gewünscht. Ersatzgeschwächt musste sich das Team dem Tabellenvierten H2Ku Herrenberg mit 27:29 (12:15) geschlagen. Es war keine dieser großen und krachenden Niederlagen. Vielmehr waren es an diesem Abend viele Kleinigkeiten, die nicht passten.

Wo anfangen mit der Aufzählung? Bei den fehlenden Spielern? Beim mangelhaften Überzahlspiel? Bei ungewöhnlich vielen Gegentoren? Bei vielen Ballverlusten? Bei vergebenen Siebenmetern und freien Würfen? Dass Sandro Münch und Max Lupus fehlen würden, war schon vorher klar. Dann meldete sich auch Manuel Mönch krank ab. Eine klare Schwächung für den Rückraum. Münch und Mönch fehlten als Alternativen.

Geschenke für den Gegner

Die Mannschaft versuchte das auszugleichen, versuchte lange und geduldig zu spielen, auf die Chance zu warten. Michael Hohnerlein am Kreis machte seine Tore und holte Siebenmeter heraus. Und Dominik Seganfreddo machte von Rechtsaußen Druck – und Tore. Aber der fehlende Rückraum-Shooter erleichterte den guten Gästen die Arbeit schon.

„Am Ende war es ärgerlich, weil wir immer wieder zurückgekommen sind, dann aber einfache Fehler gemacht haben“, bilanzierte Spielmacher Julian Broschwitz. Tatsächlich landeten manche Querpässe und viele Kreisanspiele beim Gegner, der die Geschenke dankbar annahm.

Auch in der Abwehr tat sich die SG schwer. Trainer Alexander Lipps durfte unwidersprochen feststellen, dass das Torhüterduell an diesem Tag an den Gegner gegangen war. Pforzheims Mile Matijevic war vor der Pause völlig glücklos, Rico Petruzzi machte es danach besser, wurde aber immer wieder von den Vorderleuten im Stich gelassen. „Wir haben zu viele freie Würfe zugelassen. Da hat heute einfach etwas nicht gestimmt“, gestand Broschwitz ein.

Pforzheim blieb immer auf Tuchfühlung, kämpfte sich nach dem 12:15-Rückstand auf 19:19 heran. Bitter, dass zwei Siebenmeter ausgelassen wurden und dass junge Spieler wie Leon Gerstner und Nick Kusch freie Würfe nicht nutzen konnten. Das aber wollte der Trainer seinen 17-jährigen Talenten nicht zum Vorwurf machen. „Das gehört zur Entwicklung dazu.“

Am Ende kosteten auch Schwächen im Überzahlspiel einen Zähler. 4:4 lautete die SG-Torstatistik mit einem Mann mehr auf dem Feld, 3:1 hingegen die Herrenberger Bilanz.