nach oben
Aufsteiger TGS Pforzheim II mit Fabian Dykta (am Ball) ist eine Bereicherung für die Handball-Verbandsliga.
Aufsteiger TGS Pforzheim II mit Fabian Dykta (am Ball) ist eine Bereicherung für die Handball-Verbandsliga.
Zum Inventar der Badenliga zählt die Reserve der SG Pforzheim/Eutingen mit Tom Schlögl (links). Dem Team wird in der neuen Saison wieder ein Spitzenplatz zugetraut.
Zum Inventar der Badenliga zählt die Reserve der SG Pforzheim/Eutingen mit Tom Schlögl (links). Dem Team wird in der neuen Saison wieder ein Spitzenplatz zugetraut.
13.09.2017

Handball-Saison vor dem Start: Das erwartet die Enzkreis-Teams

Pforzheim. In der Handball-Badenliga wird die SG Pforzheim/Eutingen II als Mitfavorit gehandelt. Indes erwartet den TV Ispringen in der Landesliga einen Neubeginn nach dem Abstieg. Die TGS Pforzheim II hofft nach dem Aufstieg auf den Klassenerhalt in der Verbansliga.

Badenliga

In der Handball-Badenliga der Männer zählt die weiter von Carsten Lipps und Matthias Cullmann gecoachte SG Pforzheim/Eutingen II zwischenzeitlich nicht nur zu den Dinos, sondern auch zum Establishment der Liga. Die Platzierungen der letzten Jahre im Vorderfeld rechtfertigen, dass „Eutingen II“ neben den BWO-Absteigern wie Heidelsheim/Helmsheim oder Heddesheim als einer der Liga-Favoriten gehandelt wird. Die Philosophie der „Zweiten“ bleibt aber eindeutig, mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu bekommen, um weiter junge Spieler zu entwickeln und ihnen ein Sprungbrett für die erste Mannschaft zu bieten.

Abgänge gab es nicht, dafür hat man mit Carlo Petruzzi, Jan Althuon, Marius Seifried und Patrick Helmle Spieler, die pausierten, wieder reaktivieren können und von Philip Schückle, der nach zwei Spielrunden voller Verletzungen jetzt die „Zweite“ unterstützen will, erhofft man sich vor allem seine spektakulären Tore.

Anstelle von Absteiger TV Bretten hat die SG in der Liga von (Wieder)aufsteiger HC Neuenbürg Unterstützung aus dem Handballkreis bekommen (siehe gesonderter Bericht).

Verbandsliga

Obwohl der TV Ispringen die erst in der vergangenen Spielrunde neu eingerichtete Verbandsliga gleich wieder in Richtung Landesliga verlassen musste, ist der Handballkreis Pforzheim in der anstehenden Runde mit Landesliga-Meister und Aufsteiger TGS Pforzheim II sowie Badenliga-Absteiger TV Bretten sogar mit zwei Mannschaften vertreten. Mit der souveränen Meisterschaft in der Südgruppe der Landesliga hat Florian Taafel mit der TGS Pforzheim II, Perspektivmannschaft des Drittligisten, die für das Premierenjahr knapp verpasste Qualifizierung nachgeholt. Der Meisterschaftskader des Vorjahres, also auch die im Kader des 3. Bundesligisten stehenden Jungs wie Markus Bujotzek, Fabian Dykta, Alexander Klimovets oder Lukas Salzseeler, werden je nach Belastung und Einsatz in der „Ersten“ mit in der Perspektivmannschaft auflaufen. Mit Handkuss wurden ohne Frage auch Julian und Florian Rost, die studienbedingt kürzer treten, sowie die von extern zugestoßenen Talente wie Keeper Dominik Merz (SG Stutensee/Weingarten), Jakob Fassunge (TV Neuthard), Daniel Beetz und Maximilian Schrumpf (TV Ispringen) sowie Juan Pablo Ruberg (SG Pforzheim/Eutingen) begrüßt. Mit David Kautz, Jannik Bujotzek, Marc Hüttler, Tobias Burkhardt, Marvin Kessel und Yannick Weisser rückt gleich ein halbes Dutzend aus der A-Jugend nach. Felix Klaus, der zum HC Neuenbürg wechselte, und Tim Zechmeister (ging zu TB Pforzheim) stehen nicht mehr zur Verfügung. Nicht zuletzt im Hinblick auf das schwache Abschneiden der Mannschaften aus dem Süden in der vergangenen Runde gibt Florian Taafel das Saisonziel realistisch mit Klassenerhalt an. Die Kenntnis, dass Leonard Staigle nach einer Meniskus-OP zunächst noch fehlen wird, Sven Bisselli sich weiter mit Patella-Problemen herumschlägt und hinter Keeper Jörg Ludwig ohnehin weiter ein Fragezeichen steht, mag auch hierfür ein Grund gewesen sein.

Beim TV Bretten gibt man das Saisonziel mit einem einstelligen Tabellenplatz an. Wenn man berücksichtigt, dass vom letztjährigen Kader mit Tolga Celik und Ivan Stojchevski nur zwei Spieler geblieben sind, muss man befürchten, dass die Melanchthonstädter weiter durchgereicht werden. In Bretten hat man sich damit beholfen, dass fast die komplette Mannschaft der SG Oberderdingen/Sulzfeld in den „Grüner“ wechselte. Von extern stießen Manuel Blum (TGS Pforzheim), Maximilian Sormani (MTV Karlsruhe), Alexander Fain (Blau Gelb Mühlacker), Stefano Pede und Hannes Koch (TV Forst) dazu.

Landesliga

Nach dem Aufstieg der TGS Pforzheim II und den Abstiegen des TV Calmbach und der HSG Pforzheim ist der Handballkreis Pforzheim mit dem TV Ispringen und dem HC Neuenbürg II in der Südgruppe der Landesliga nur noch mit zwei Mannschaften vertreten.

Beim TV Ispringen will das Trainerduo Patrick Hammer und Lukas Kunz das Spiel wieder schneller und effektiver machen. Unterstützen sollen hierbei mit David Mönch (HC Neuenbürg) ein alter Hase und mit Mika Häuser und Juwal Dattner zwei Jungspunde, die im Talentstall der SG Pforzheim/Eutingen ausgebildet wurden und auch noch für die A-Jugend spielberechtigt sind. Die Mannschaft ist ansonsten nach dem Abstieg komplett zusammen geblieben, wobei Robin Mandic nach Hüftoperation noch längere Zeit pausieren muss und hinter Pascal Stoll, der an Kniebeschwerden laboriert, zumindest in der Startphase der Saison ein Fragezeichen steht.

Da es gleich drei Absteiger aus der Landesliga gibt, will das Trainerduo Marco Langjahr und Bernd Apelt vom HC Neuenbürg II schnell Punkte für den Ligaver-bleib holen. Dabei helfen sollen Felix Klaus (TGS Pforzheim II) sowie Philipp Knüpfer und Joshua Wesierski aus dem eigenen Nachwuchs. Nicht mehr dabei sind Calvin Herb und Alexander May.