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Sechs Tore von Marco Kikillus konnten die TGS nicht vor einer weiteren Niederlage bewahren.  Foto: Becker/PZ-Archiv 

Handballer der TGS Pforzheim brauchen Geduld: Hastige Aktionen tragen zu 26:28-Niederlage bei

Pforzheim. Die TGS Pforzheim sitzt nach dem 26:28 (12:16) bei der SG Leutershausen im Drittliga-Tabellenkeller fest. „In entscheidenden Phasen agieren wir im Angriff nicht clever genug“, hielt Abteilungsleiter Wolfgang Taafel nach der Niederlage am Samstag fest.

Pforzheim. Die TGS Pforzheim sitzt nach dem 26:28 (12:16) bei der SG Leutershausen im Drittliga-Tabellenkeller fest. „In entscheidenden Phasen agieren wir im Angriff nicht clever genug“, hielt Abteilungsleiter Wolfgang Taafel nach der Niederlage am Samstag fest.

Die TGS-Handballer haben nur noch einen Punkt Vorsprung auf Schlusslicht Oftersheim/Schwetzingen, das beim Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen II überraschend ein 30:30 holte. Der Abstand der TGS zum rettenden Ufer beträgt nunmehr sechs Punkte und das vor den schweren Spielen gegen die Junglöwen und Heilbronn/Horkheim.

An der Bergstraße haben Nicolas Herrmann und Michal Wysokinski krankheitsbedingt gefehlt, immerhin meldete sich aber Lucas Gerdon wieder einsatzbereit. Zudem haben die Nordstädter mit Stefan Job kurzfristig einen Abwehrspezialisten von der TSG Haßloch verpflichtet.

Erneut coachte Florian Taafel. Tobias Müller, eigentlich Trainer, mischte dagegen auf dem Feld mit.

Nach zwölf Minuten stand es 3:6, nach 20 Minuten lag die TGS dann noch mit einem Tor vorne. Fortan machte jedoch Kevin Bitz ernst: Binnen fünf Spielminuten erzielte er für die SGL vier Tore – zehn wurden es insgesamt . Nach einem Zwischenstand von 12:9 blieb das TGS-Team bis zum 13:12 dran. Doch nicht zuletzt wegen zweier weiterer Bitz-Tore stand es zur Pause 16:12.

Wer das für eine Vorentscheidung hielt, wurde eines Besseren belehrt. Immer sattelfester war die von Job organisierte TGS-Defensive: Sie zwang die Offensivabteilung von Leutershausens Trainer Marc Nagel zu Fehlern und erzielte dabei Ballgewinne, die Fabian Dykta und Marco Kikillus zu Kontertoren nutzten. 21:20 führte die TGS in der 43. Minute. Die Führung hielt aber nicht lang, da die TGS-Angreifer nun zu überhastet agierten. Als Leutershausen fünf Minuten vor dem Ende mit 28:22 führte, war das Spiel entschieden. Auch ein 4:0-Lauf in den letzten fünf Spielminuten brachte den Pforzheimern nichts mehr. TGS-Chef Taafel haderte: „Anstatt geduldig zu spielen und auf gute Chancen zu warten, schließen wir überhastet ab oder verwerten schlecht, was sicherlich auch den fehlenden Wechselmöglichkeiten und der daraus resultierenden Ermüdung geschuldet ist.“ Die Hoffnung gibt Taafel aber nicht auf: !Was zu 100 Prozent stimmt ist der Kampfgeist, den die Jungs haben und das stimmt mich positiv für die Zeit, wenn im neuen Jahr wahrscheinlich alle Spieler wieder an Bord sind.“