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Handballer der TGS Pforzheim verlieren daheim

Pforzheim. Die Leichtigkeit des Seins ist den Handballern der TGSPforzheim abhanden gekommen. Und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen plagen den Handball-Oberligisten im Saisonendspurt wieder verstärkt Verletzungsprobleme. Zum anderen sorgt der bevorstehende Trainerwechsel von Hans Christensen zur Liga-Konkurrenz auf den Buckenberg anscheinend doch für mehr Unruhe im Team als gedacht. „Wir haben zurzeit keine gute Gesamtsituation“, weiß auch TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel. „Es sind in den letzten Tagen zu viele Dinge über die Presse gelaufen. Und das wirkt offenbar belastend – vor allem für diejenigen, die nicht mehr mit ganzem Herzen beim Verein sind.“ Daraus lässt sich zumindest ein wenig die durchwachsene Vorstellung im Heimspiel gegen den TSV Weinsberg erklären, die man in der Benckiserhalle mit 25:28 verlor.

„Uns haben besonders die leichten Tore gefehlt. Außerdem ist es uns nicht gelungen, die starke Deckung des Gegners in Bewegung zu bringen“, analysierte TGS-Coach Christensen. Darüber hinaus war den Gästen anzumerken, dass es für sie noch um den Klassenerhalt geht.

Fast eine Viertelstunde dauerte es, bis die TGS beim Stand von 4:3 zum ersten und gleichzeitig letzten Mal in Führung ging. Auch nach der Pause (9:11) liefen die Gastgeber ständig einem Rückstand hinterher. Zu erheblichen Abschlussschwächen kamen noch Probleme im Spielaufbau, wobei der angeschlagene Sven Kaiser klar unter seinen Möglichkeiten blieb. Das lag zum Teil auch am Weinsberger Mittelblock um die Zwei-Meter-Riesen Philipp Nentwich, Sebastian Sauerland und den besten Oberliga-Torjäger Tim Landenberger, der mit zehn Treffern das Maß aller Dinge auf dem Feld war. „So eine Mauer mit zwei Stockwerken ist nur schwer zu knacken“, betonte Hagen Körner.

Bestnoten auf TGS-Seite verdienten sich lediglich die Torhüter. Während Jonathan Binder hielt, was zu halten war und auch noch den Treffer (!) zum 14:16 erzielte, entschärfte Ersatzmann Jörg Ludwig drei von vier Siebenmetern. Spätestens mit dem 25:20 für die Weinsberger kurz vor Schluss war die Partie allerdings gelaufen. pep

TGS Pforzheim: Binder 1, Ludwig – Heintz, Körner 5/3, Streichsbier 3, Müller 6/2, Christensen, Kaiser 1, Althuon 3, Hoffmann, Koziol, Kusterer, Zergon 5 und Roming 1.