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Aufmerksame Beobachter: Interimstrainer Matthias Schickle, Spielerin Deborah Rupf und Co-Trainerin Gabi Kubik. Foto: Becker
Aufmerksame Beobachter: Interimstrainer Matthias Schickle, Spielerin Deborah Rupf und Co-Trainerin Gabi Kubik. Foto: Becker
18.09.2016

Handballerinnen der HSG Pforzheim verlieren daheim gegen Brombach

Am Ende des Spiels stand die HSG Pforzheim mit leeren Händen da. Ohne Punkte, ohne die verletzte Anika Henschel und weiter ohne richtigen Trainer. „Zoran Stavreski ist freigestellt, bis sich alles geklärt hat“, berichtete Co-Trainerin Gabi Kubik nach dem Spiel in der 3. Liga, das Pforzheims Handballerinnen am Samstag gegen den TV Brombach mit 24:29 verloren hatten.

Wie geht es mit Stavreski weiter? Der Vorstand des Stammvereins TG 88 Pforzheim, Bernd Heintz, hält sich bedeckt. „Es gab einige Ungereimtheiten“, bestätigt er, dementiert aber Gerüchte, dass es etwas mit der Verpflichtung von Spielerinnen aus Stavreskis mazedonischer Heimat zu tun habe. Doch die Neuzugänge vom Balkan (Milica Vlahovic, Arijana Pjano und Ivana Zafirova) boykottierten das Spiel am Samstag. „Sie wollen nur spielen, wenn er da ist“, so Gabi Kubik in Richtung Trainer Stavreski, der erst im Sommer aus Ludwigsburg gekommen war und die HSG eigentlich in ruhigere Gewässer steuern sollte.

Bis auf weiteres hilft nun Matthias Schickle aus, der eigentlich die HSG-Herren trainiert. Wie es weitergeht, ist unklar. „Wir wollen keinen Schnellschuss“, so Heintz.

Und das eigentliche Spiel? Da sah es zunächst gut aus für die Pforzheimerinnen, die loslegten wie die Feuerwehr, 6:1 (9. Minute) und 12:5 (21.) führten. Schnelle Angriffe und eine starke Lisa Rapp im Tor sorgten für einen optimalen Start. Doch dann änderten sich die Rollen schlagartig. Binnen neun Minuten verspielte Pforzheim den komfortablen Vorsprung, lag zur Pause sogar 13:14 hinten. Die Pforzheimerinnen konnten danach dranbleiben. 23:24 stand es in der 57. Minute, dann aber zog Brombach davon. Das lag wohl auch daran, dass die torgefährlichste HSG-Schützin Anika Henschel (10) in der 51. Minute verletzt vom Feld humpelte.

Am Ende versuchte man bei der HSG, das Positive zu sehen. „Die Mädels haben gekämpft“, sagte Gabi Kubik. Bernd Heintz sah es ähnlich: „Das Team hat sich gut präsentiert“.