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Titelverteidigung gelungen: Spieler und Funktionäre des FSV Buckenberg feiern den Sieg im Fußball-Kreispokalfinale. Rechts Trainer Norbert Volsitz.   Becker
Titelverteidigung gelungen: Spieler und Funktionäre des FSV Buckenberg feiern den Sieg im Fußball-Kreispokalfinale. Rechts Trainer Norbert Volsitz. Becker
05.05.2016

Handspiel entscheidet Pokal-Finale für Buckenberg

Die Begeisterung in den Reihen des FSV Buckenberg kannte nach dem gestrigen 1:0 (1:0)-Erfolg im Fußball-Kreispokalfinale gegen den FV 09 Niefern keine Grenzen. Der siegreiche Trainer Norbert Volsitz bilanzierte auf dem Engelsbrander Platz: „Das ist schon lange keiner Mannschaft mehr gelungen, den Pokal zu verteidigen.“ Auf eine Analyse verzichtete er: „In so einer Partie entscheiden Kleinigkeiten.“ Eine solche „Kleinigkeit“ war der durchaus vertretbare, von Nieferns Coach Norbert Kolbe jedoch infrage gestellte Handelfmeter in der 24. Minute: Ilker Bozdag war Nieferns Unglücksrabe mit der Hand am Ball und Artur Wandschura knallte für Buckenberg das Leder sicher halbhoch ins Netz.

Kolbe erneut im Pech

FVN-Kollege Kolbe muss im Gegensatz zu den Pforzheimer Höhestädtern nach der dritten Teilnahme an einem Kreispokalfinale auf seinen ersten Cup-Erfolg weiter warten: Jeweils einmal scheiterte er im Endspiel als Spieler, Spielertrainer und Trainer. Dass die Stimmung beim Kreisliga-Tabellenführer trotz der unglücklichen Niederlage weiter intakt ist – beide Mannschaften lieferten sich ein offenes Gefecht – , zeigte sich nach den 90 Minuten: Alle Nieferner Akteure bildeten einen geschlossenen Kreis und wurden von Kolbe gelobt, getröstet und motiviert für den Endspurt im Kampf um die Meisterschaft. Kritik übte der Trainer am Fußball-Kreis: „Die Terminplanung, zwei Tage nach unserem Derby gegen Öschelbronn, war unglücklich.“ Und: „Der FC Engelsbrand hat das Finale toll organisiert, aber es gibt bessere Plätze.“

Er sprach von einer „schlechten ersten Halbzeit“ beider Teams, eine Einschätzung, die den Nagel auf den Kopf trifft. Dafür häuften sich im zweiten Durchgang die Chancen. So fand der Nieferner Akay mit einem Kopfball in dem 18-jährigen Torwart Mike Soete seinen Meister und der Buckenberger Hiller scheiterte mit seinem Schuss am Nieferner Schlussmann Glöckner. Nach einem klaren Foul an Friese musste Akay in der 81. Minute nach einer Gelb-Roten Karte den Rasen verlassen.

In der Endphase – in der 93. und 94. Minute – stand Nieferns Torwart Glöckner zweimal im Mittelpunkt, als er zuerst einen Ball von Colka abwehrte und dann selbst nach einem Freistoß nach vorne eilte und die abgeprallte Lederkugel neben den Pfosten ballerte. Somit ließ er die allerletzte Chance aus, Niefern noch in die Verlängerung zu retten.