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03.11.2017

Hannes Wolf zieht beim VfB Stuttgart positive Zwischenbilanz

Nach zehn Spielen mit 13 Punkten auf Platz zwölf – das Zwischenzeugnis des VfB Stuttgart nach dem Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga kann sich durchaus sehen lassen. Man könnte fast sagen: Bisher läuft eigentlich alles nach Plan. VfB-Trainer Hannes Wolf sieht die Mannschaft „auf einem guten Weg“, allerdings bestehe kein „Grund, sich feiern zu lassen und so zu tun, als wären wir die Allergrößten“.

Am heutigen Samstag (15.30 Uhr/Sky) wollen die Stuttgarter beim Tabellen-16. Hamburger SV den nächsten Schritt machen und den ersten Bundesliga-Auswärtssieg in dieser Saison holen.

Zuletzt war der VfB nahe dran an einem Dreier in der Fremde. In Frankfurt beim 1:2 kassierten die Stuttgarter das entscheidende Gegentor erst in der Nachspielzeit, und beim 0:1 in Leipzig zogen sie sich mehr als achtbar aus der Affäre. Deshalb will Wolf auch nichts von einer Auswärtsschwäche oder gar einem Auswärtskomplex wissen. „Wir fühlen uns bestärkt durch die Auftritte in Leipzig und beim Pokalsieg in Kaiserslautern“, sagte der Trainer. Der Sieg zuletzt gegen Freiburg hat das Selbstvertrauen weiter gestärkt.“

Doch ausruhen gibt es nicht bei Wolf, der immer wieder darauf hinweist, dass in der Bundesliga Spiele durch Kleinigkeiten entschieden werden. „Von selbst geht nichts. Wir müssen weiter hart arbeiten“, fügte er hinzu.

Ein Sieg in Hamburg könnte weiter zur Beruhigung beitragen, doch auch davon will der Stuttgarter Coach nichts wissen: „Wir sind im Moment in einer besseren Position als der HSV. Aber es ist sehr eng in der Tabelle und es kann sich schnell wieder ändern.“

Die wieder einmal krisengeschüttelten Hamburger werden alles tun, um den Stuttgartern die Tour zu vermasseln. Deshalb stellt sich Wolf auf „sehr viel Körperlichkeit und Aggressivität“ der Hamburger ein. „Ich erwarte, dass wir alles geben und Fußball spielen“, gibt der 36-Jährige vor.

Badstuber fehlt

Der VfB muss personell einiges verändern. Abwehrspieler Holger Badstuber fällt wie schon gegen Freiburg mit Oberschenkelproblemen aus. „Er wird nicht zurückkommen für das Spiel. Es ist eine leichte Zerrung, das braucht einfach ein bisschen länger“, sagte Wolf. Die Schwaben bangen zudem um Orel Mangala. Nicht zur Verfügung steht der gelb-gesperrte Santiago Ascacibar. Marcin Kaminski (doppelter Bänderriss), Anastasios Donis (Schultereckgelenksprengung) und Christian Gentner (Kopfverletzung) fehlen ohnehin noch eine Weile. „Wir haben zwar viele Ausfälle“, sagte Wolf, „aber wir können immer eine gute Mannschaft aufstellen.“

Ein Dauerthema bleibt, ob Daniel Ginczek von Anfang an spielt oder Simon Terodde, der sich zuletzt mit einer Jokerrolle begnügen musste. Wolf will sich nicht festlegen. „Ich bin froh, dass die Spieler ihre Rolle akzeptieren und keine Unruhe aufkommt. Wir brauchen alle“, erklärte er.