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Bleibt der CityLauf im Enzauenpark oder nicht?. Diese Frage beschäftigt derzeit nicht nur die Leichtathleten in Pforzheim.  Foto: PZ-Archiv 

Harmonische Sitzung des Sportausschusses: Nur der CityLauf sorgt schon wieder für Diskussionen

Pforzheim. Zu dritt war der Sportkreis am Donnerstag zu der Sitzung des Sportausschusses ins Pforzheimer Rathaus gekommen. Neben der Vorsitzenden Gudrun Augenstein wohnten auch Geschäftsführerin Katharina Rambow und der stellvertretende Vorsitzenden Wolfgang Hohl der Sitzung bei. Am Ende dürften alle drei sehr zufrieden gewesen sein – bis auf eine Kleinigkeit: Beim CityLauf müssen sie noch auf eine Entscheidung der Standortfrage warten.

Kommenden Dienstag soll der Gemeinderat entscheiden, ob der CityLauf zurück in die Innenstadt kommt oder im Enzauenpark bleibt. Der Ausschuss Wirtschaft und Digitalisierung war sich Ende November bei seiner Sitzung nicht einig und stimmte über die Beschlussvorlage am Ende nicht ab, auch weil zu viele weitere Punkte, die nichts mit dem CityLauf zu tun hatten, in dieser enthalten waren.

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Sport regional

Innenstadt oder Enzauenpark? Noch immer keine Einigung in Sachen CityLauf

Eigentlich stand der CityLauf im Sportausschuss gar nicht auf der Agenda. Doch Wolfgang Hohl sprach es am Ende einer sehr kurzen Sitzung an. Der Ausrichter des CityLaufs, der Badische Leichtathletik-Verband habe einen Brief an den Gemeinderat geschickt mit der Bitte den CityLauf im Enzauenpark zu belassen, so der stellvertretende Sportkreisvorsitzende. Auch Hohl plädierte dafür, die Laufveranstaltung vorerst nicht in die Innenstadt zurückzuholen, solange man keine Lösung für die Innenstadtvariante habe. „Wenn man den Citylauf permanent verlegt, macht man ihn kaputt“, sagte er. Durch Baustellen in der Stadt müsste der Kurs des CityLaufs in den kommenden Jahren immer wieder geändert werden, wenn dieser in der Innenstadt ausgetragen würde.

Jörg Augenstein (CDU), der Ende November noch für eine Rückkehr in die Innenstadt war, zeigte sich nun kompromissbereit. Man könne den CityLauf 2020 im Enzauenpark belassen, „aber er sollte so schnell wie möglich in die Stadt zurück. Wir brauchen so eine Sportveranstaltung in der Stadt und nicht auf der Grünfläche.“

Lob für neue Richtlinien

Zuvor waren die Tagesordnungspunkte im Schnelldurchgang abgehandelt worden. Für die neuen Sportförderungsrichtlinien, die mit dem Sportkreis und Vereinen erarbeitet wurden (die PZ berichtete), gab es Lob. „Es war der richtige Weg, die Vereine einzubinden“, fand Jörg Augenstein. Er forderte, auch in Zukunft die Zuschüsse zu erhöhen. Constantin Heel (Junge Liste) plädierte dafür, die Vereine über die neuen Sportförderrichtlinien zu informieren. Diese wurden einstimmig von den acht anwesenden Stadträten bewilligt und stehen am 18. Februar im Gemeinderat zur Abstimmung.

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Anna Wittmershaus

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