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Der Karlsruher Torschütze zum 1:0, Manuel Torres (rechts), bejubelt mit Gaetan Krebs den Siegtreffer des KSC beim MSV Duisburg.
Der Karlsruher Torschütze zum 1:0, Manuel Torres (rechts), bejubelt mit Gaetan Krebs den Siegtreffer des KSC beim MSV Duisburg. © dpa
14.02.2016

„Hart umkämpfter Sieg“: Karlsruher SC rettet 1:0 gegen Duisburg über die Zeit

Dass die drei Punkte schon nach 50 Sekunden vergeben sein würden, ahnten die etwas mehr als 14 000 Besucher des KSC-Spiels in Duisburg nicht. Nachdem Manuel Torres schon den ersten Angriff der Karlsruher erfolgreich abgeschlossen hatte, ereignete sich in der Wedau jedoch nichts Entscheidendes mehr. Für ein weiteres Tor in dieser schwachen Partie waren beide Mannschaften offensiv einfach zu harmlos.

Mit ihrem 1:0-Sieg beendeten die Wildparkprofis zum einen eine Serie des MSV von fünf Heimspielen ohne Niederlage in der 2. Liga – und das gegen respektable Gegner wie Nürnberg, Freiburg und Bochum. Mit ihrem „dreckigen Arbeitssieg“ (Torhüter René Vollath) schwang sich der KSC zur besten Mannschaft der Rückrunde auf. „Wir haben in vier Spielen zehn von zwölf möglichen Punkten eingefahren“, freute sich der Karlsruher Cheftrainer. Nur Nürnberg kann den KSC diesbezüglich heute Abend in seinem Heimspiel gegen Bochum noch überflügeln. Und schließlich erwiesen sich die Blau-Weißen endlich einmal nicht als Aufbauhelfer eines angeschlagenen Ligakonkurrenten.

Auf wackligen Beinen

Auch der Sieg in Duisburg stand bis zum Schluss auf wackeligen Beinen. Denn der KSC schaffte es nicht, mit einem zweiten Treffer eine Vorentscheidung herbeizuführen. „Der MSV hat uns zwar die Räume gegeben“, sagte Innenverteidiger Martin Stoll nach der Partie, „wir haben sie aber nicht genutzt“. Stattdessen erlaubten sich die Gäste viele leichte Ballverluste und verursachten etliche Freistöße – zehn davon in mehr oder weniger gefährlicher Entfernung vor dem eigenen Tor.

„Wir haben das Spiel nur phasenweise kontrolliert“, blickte Kauczinksi zurück. „Verkrampft“ habe seine Mannschaft insgesamt auf ihn gewirkt. Deshalb konnte der MSV dem KSC das Leben bis zum Abpfiff schwer machen, Kauczinskis Fazit: „Wir können zufrieden sein, hier gewonnen zu haben.“

Auch Jens Todt sprach von einem „hart umkämpften Sieg“. Der Sportdirektor des KSC sah jedoch eine Steigerung gegenüber dem 1:1 eine Woche zuvor im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt und glaubt: „Diese drei Punkte und unsere kleine Serie sollten uns Selbstvertrauen geben für die kommenden Aufgaben.“ Die erste davon steht natürlich unter dem Motto „Wiedergutmachung“. Denn am kommenden Samstag (13 Uhr) ist Eintracht Braunschweig im Wildpark zu Gast, die dem KSC im Hinspiel eine 6:0-Packung mit auf den Heimweg gegeben hat.