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Den zweiten Heimsieg will Philipp Schückle mit der SG Pforzheim/Eutingen am Samstag gegen den SV Kornwestheim einfahren.  Foto: PZ-Archiv, Gössele 

Harte Brocken für Pforzheimer Handball-Teams

In der Handball-Oberliga Baden-Württemberg hat die SGPforzheim/Eutingen am Samstag (20.00 Uhr) erneut Heimrecht. Das ist wichtig für die Truppe von Hans Christensen, denn nachdem sich die Verletztenliste nunmehr auch noch um Bastian Langenfeld (Schulterprobleme) verlängert hat, braucht die junge Mannschaft auch die Unterstützung von den Rängen.

Hut ab, wie sich die SG am vergangenen Spieltag gegen den kampfstarken TSV Schmiden gestellt und mit einer auch spielerisch starken Leistung den Absturz in die heiße Region vermieden hat. Mit Salamander Kornwestheim bekommt man allerdings einen Gegner vorgesetzt, der sich nach zwei Spielrunden, in denen man um den Klassenerhalt bangen musste, diesmal etwas vorgenommen zu haben scheint.

Mit 7:1-Zählern kreuzen die „Lurchis“ als Tabellendritter in Pforzheim auf – vier der Zähler sind von den beiden Auswärtsauftritten, das sind genau so viele wie die Schuhstädter in der gesamten vergangenen Saison in fremden Hallen eingespielt haben. Mit Kevin Wolf hat Kornwestheim offensichtlich von Herrenberg/Kuppingen einen ganz gefährlichen Rückraumschützen erhalten, mit Christopher Tinti ist der weitere Torgarant des Gegners schon seit Jahren in der Konrad-Adenauer-Halle kein Unbekannter mehr.

Für die TGS Pforzheim steigt beim VfL Pfullingen am Samstag um 20.00Uhr das zweite „Spiel der Wahrheit“, denn für den ehemaligen Zweitbundesligisten zählt in dieser Saison nur der Aufstieg in Liga 3. Dass die Mannen vom Fuße der Alb sich in Wangen bereits zwei Minuszähler eingehandelt haben und sich schon deshalb keine weiteren Verluste leisten können, macht die Aufgabe der Turngesellen bestimmt nicht einfacher. Dass man „in der Hölle des Südens“, wie die Argenhalle in Wangen genannt wird, leicht unter die Räder kommen kann, hat die Truppe von Damir Lebovic am vergangenen Samstag beinahe selbst erfahren müssen. Und trotz der unliebsamen Vorkommnisse am vergangenen Wochenende sollte man aus dem Wangener Spiel neben dem Sieg auch ansonsten Positives mitgenommen haben, hat das Team doch gezeigt, dass es auch ohne ihren Weltmeister Andrej Klimovets ein Spiel noch drehen kann.

In der Badenliga sind die SGPforzheim/Eutingen II und der TV Bretten wunschgemäß in die neue Saison gestartet. Anders der HC Neuenbürg, der nach zwei Niederlagen schon wieder in der unteren Tabellenregion hängt. Nach der Klatsche im Kreisderby bei der SG Pforzheim/Eutingen II ist man beim HCN sogar regelrecht geschockt. Das erste Heimspiel der Saison gegen die TSG Wiesloch muss nun unbedingt gewonnen werden.

Freude hingegen bei der SG-Reserve, bei der derzeit alles zu stimmen scheint. Am Sonntag will Wolfgang Lipps beim Aufsteiger TSG Ziegelhausen den dritten Sieg in Serie landen. Im Brettener Grüner steigt am Sonntag zwischen dem TV Bretten und dem TVKnielingen zum dritten Mal binnen zwei Wochen ein Schlagerspiel. Bretten setzt hier auch auf den Anhang, den man mit den überzeugenden Leistungen gegen Heidelsheim/Helms-heim und den Bergischen HC aktiviert hat.

In der Landesliga hat es bei dem mit hohen Erwartungen und mit neuem Trainer in die Saison gestarteten TV Ispringen schon die ersten langen Gesichter gegeben. Nach der Heimniederlage gegen Büchenau ist es für den TVI fast schon Pflicht, am Sonntag aus Stutensee das Punktepaar mitzubringen. Die SG Pforzheim/Eutingen III hat die deutliche Auftaktniederlage im Lokalderby mit einem genauso überzeugenden Sieg gegen Eggenstein beantwortet. Dennoch läuft Eutingens Dritte Gefahr, sich beim Ligafavoriten Büchenau erneut ein negatives Punkteverhältnis einzufangen. Aufsteiger TGS Pforzheim II peilt im Heimspiel gegen den TV Wössingen Sieg Nummer drei an.

Souveräner als erwartet ist in der Frauen-Oberliga die HSGPforzheim ins Jahr eins nach Sandra Armbruster gestartet. Nach den souveränen Vorstellungen darf man vom Jochim-Team auch beim TV Pflugfelden einen Sieg erwarten.

Wechselbad der Gefühle bei den beiden bisherigen Auftritten vom Badenliga-Aufsteiger der Frauen, der SG Pforzheim/Eutingen. Der deutlichen Auftaktniederlage in Ketsch folgte ein ebenso überzeugender Heimerfolg gegen die KuSG Leimen. Die Begegnung bei den Frauen des TV Bammental, die sich in der Vorsaison gerade noch die Eliteliga des Verbandes sicherten, wird weiteren Aufschluss über das Leistungsvermögen der Buckenbergerinnen geben.

In der Landesliga der Frauen ist von den beiden Pforzheimer Vertretern am Wochenende nur die HSG Pforzheim II am Ball. Sie muss am Sonntag bei der SG Stutensee ran.