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Nach Australien geht die Reise, wenn Ex-Sportler wie Jimmy Hartwig und Akteure wie die ehemalige Pornodarstellerin Dolly Buster im Dienste des RTL-Dschungelcamps zusammentreffen. DPA-Archiv
14.01.2016

Hartwig, Immel, Ailton, Legat: Die Lust der Sportler aufs Dschungelcamp

Wenn am Freitag das Dschungelcamp beginnt, ist nach längerer Pause wieder ein ehemaliger Sportler dabei. Vom Fitnessfreak und früheren VfB-Profi Thorsten Legat sind starke Leistungen bei den Prüfungen, vor allem aber viele schräge Sprüche zu erwarten. Vor ihm haben sich bei der Show des Kölner Senders RTL schon ein paar Fußball-Kollegen und weitere Ex-Sportler für Quoten und Kohle zum Affen gemacht.

Carlo Thränhardt: Der frühere Hallen-Europameister (Bestleistung 2,42 Meter) im Hochsprung zählte zu den Pionieren bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“. Dass sich daran kaum jemand erinnert, hat damit zu tun, dass er bei der ersten und mit im Schnitt drei Millionen Fernsehzuschauern bisher erfolgreichsten Staffel im Januar 2004 als Erster aus dem Dschungelcamp gewählt wurde. Sieger wurde damals übrigens Costa Cordalis, der als Sänger bekannt wurde und nebenbei 1985 für Griechenland als Langläufer bei der WM startete.

Jimmy Hartwig: Als einer, der um einen Spruch nie verlegen ist und viele Höhen und Tiefen des Lebens ausgekostet hat, war Hartwig fürs Dschungelcamp geradezu prädestiniert. Wie einige vor und nach ihm trieben auch den früheren deutschen Fußball-Meister und Europapokalsieger finanzielle Nöte zur Fernseh-Show nach Australien. In der zweiten Staffel im Oktober 2004 wurde der frühere Spieler des Hamburger SV Vierter. Den Sieg holte die Kabarettistin Désirée Nick.

Eike Immel: Der ehemalige Nationaltorhüter, der mit dem VfB Stuttgart 1992 deutscher Meister wurde, ist der Typ sympathischer Pechvogel. Kurz nachdem er 2007 pleite ging, war er bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ dabei. Nach eigener Aussage ging es für ihn darum, das Geld für eine Hüft-Operation einzuspielen. In Australien machte Immel mit allerlei Getier Bekanntschaft. Bei einer Prüfung lag er minutenlang mit Ratten in einem Sarg. Den sportlichen Ehrgeiz, den er dabei entwickelte, beschrieb er im Interview mit der „Welt“ später so: „Das ist wie im Nou Camp in Barcelona, wenn Ronaldinho auf dich zukommt. Da kannst du als Torwart auch nicht einfach wegrennen.“ Immel wurde Anfang 2008 Fünfter, den Sieg holte da Sänger Ross Anthony vor Schauspielerin Michaela Schaffrath („Gina Wild“).

Norbert Schramm: Als Eiskunstläufer war Schramm in den 80er-Jahren zweifacher Europa- sowie Vizeweltmeister, im Dschungelcamp hinterließ er keine bleibenden Eindrücke. Bei der dritten Staffel im Januar 2009 wurde der gebürtige Franke vom Publikum als dritter Teilnehmer nach Hause geschickt. Der Sieg ging an die 78-jährige Schauspielerin Ingrid van Bergen.

Thomas Rupprath: Ein früherer Welt- und Europameister im Schwimmen ist der bisher erfolgreichste Ex-Sportler im Dschungelcamp: Thomas Rupprath wurde im Januar 2011 hinter Moderator Peer Kusmagk und Schauspielerin Katy Karrenbauer („Hinter Gittern – Der Frauenknast“) Dritter.

Ailton:Nachdem er mit dem SV Werder Bremen 2004 die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal gewann und obendrein Bundesliga-Torschützenkönig wurde, entwickelte sich der pummelige Brasilianer Ailton zum Weltenbummler: Um sein Konto aufzubessern, landete er 2012 schließlich im australischen Urwald. Dort durfte der „Kugelblitz“ mit Erotik-Model Micaela Schäfer („Männer werden, wenn sie älter werden, echt interessant“) kuscheln, doch das Finale blieb ihm verwehrt. Ailton wurde Sechster, den Sieg holte die Schauspielerin Brigitte Nielsen („Rocky“).

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