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Kämpferisch überzeugen  muss der FC Nöttingen am Sonntag beim ASV Durlach. Timo Brenner (rechts) ist ein Kandidat für den zweiten „Sechser“ sein.
Kämpferisch überzeugen muss der FC Nöttingen am Sonntag beim ASV Durlach. Timo Brenner (rechts) ist ein Kandidat für den zweiten „Sechser“ sein. © Becker, PZ-Archiv
18.11.2010

Heißer Tanz für den FC Nöttingen gegen den ASV Durlach

NÖTTINGEN. Noch ein Sieg, dann ist der FC Nöttingen vorzeitig Herbstmeister der Oberliga Baden-Württemberg. Am liebsten würde das Team von Trainer Michael Wittwer den Dreier schon am Sonntag beim ASV Durlach holen.

Natürlich will Wittwer gewinnen. Der Titel des Herbstmeisters ist ihm allerdings wurscht. „Das zählt gar nichts.“ Auch die Prognose, dass der Herbstmeister in zwei Drittel aller Fälle am Ende auch Meister wird, lockt Wittwer nicht aus der Reserve. „Es ist eine Wahrscheinlichkeit, aber keine Gewissheit, deshalb interessieren mich solche Prognosen überhaupt nicht.“

Vor dem Spiel im Durlacher Turmbergstadion (Sonntag, 14.30 Uhr) ist die personelle Lage beim FC Nöttingen total entspannt. Michael Wittwer hat die Qual der Wahl. Nach dem überzeugenden 3:0-Sieg gegen die Spvgg Neckarelz gibt es keine Veranlassung, irgendetwas an der Aufstellung zu verändern. Trotzdem denkt der Nöttinger Erfolgstrainer daran, eine Umstellung vorzunehmen. „Eventuell spielen wir in Durlach mit einer Doppel-Sechs“, so Wittwer.

Eine Verstärkung des defensiven Mittelfeldes wäre dem Umstand geschuldet, dass auf dem tiefen und unebenen Platz in Durlach ein Kampfspiel zu erwarten ist. Wittwer will gewappnet sein und dem Gegner auch nicht ins offene Messer laufen. „Ich denke, dass Durlach abwartend spielen wird und auf Konter und Standardsituationen baut.“

Neben Felix Zachmann sind Timo Brenner oder Viktor Kärcher Kandidaten für den zweiten „Sechser.“ Für die angestammten Positionen von Brenner und Kärcher hat Michael Wittwer zahlreiche Alternativen. „Die Jungs, die hinten dranstehen, sind alle gut“, hat der Nöttinger Coach volles Vertrauen in seine Reservisten. „Wenn du vorne mitmischen willst, brauchst du auch eine starke Bank“, weiß Wittwer, wie wichtig die Spieler aus dem zweiten Glied sind.

Durlach ist der Angstgegner

Die letzten vier Oberliga-Spiele hat der FC Nöttingen gegen den ASV Durlach verloren. Die Karlsruher Vorstädter sind also der Angstgegner der Lilaweißen. Im Pokal-Achtelfinale besiegte der FCN die Durlacher am 6. Oktober glücklich mit 3:2. Obwohl der Tabellenführer als Favorit nach Karlruhe fährt, ist mit einem offenen Spiel zu rechnen. Michael Wittwer warnt vor allem vor ASV-Spielmacher Murat Cetinkaya, der gegen Nöttingen immer zur Höchstform aufläuft.

Ansonsten ist das Team von Trainer Rainer Krieg vor allem als kämpferisch stark einzustufen. Außerdem befindet sich die Mannschaft im Aufwind. Die drei mageren Saisonsiege, die der Drittletzte der Oberliga auf dem Konto hat, wurden alle in den vergangenen fünf Wochen eingefahren. Mit Durlachs Trainer Rainer Krieg verbindet Michael Wittwer eine lange Freundschaft. Beide spielten zusammen als Profis beim Karlsruher SC und betreuten danach als Duo die zweite Mannschaft des KSC.