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Marvin Wanitzek erzielte beim 1:0-Hinspielsieg gegen Magdeburg im Wildparkstadion den entscheiden Treffer für den KSC.  Foto: PZ-Archiv/Ripberger 

Heißes Duell im Aufstiegskampf: Karlsruher SC vor Spiel in Magdeburg

Karlsruhe. Das Magdeburger Fußballstadion fasst maximal 27.500 Zuschauer. Ganz ausverkauft wird es – auch aus Gründen der Sicherheit – gegen den Karlsruher SC wohl nicht sein, aber sehr gut besucht. Im Spitzenspiel des 33. Spieltages der 3. Liga treten am Samstag (14 Uhr/SWR) der Tabellenzweite und -vierte gegeneinander an.

Aus Baden reisen 900 KSC-Fans mit einem Sonderzug nach Magdeburg. Insgesamt können die Wildparkprofis mit der Unterstützung von 2000 Anhängern rechnen. Denn ein Großteil der KSC-Freunde messen der Auseinandersetzung im Kampf um Platz drei beziehungsweise vielleicht sogar noch um den direkten Aufstieg eine vorentscheidende Bedeutung zu. Das Hinspiel gewann der KSC 1:0.

Nicht so Oliver Kreuzer. „Klar“, räumt der Sportdirektor des KSC ein, „das ist ein sehr wichtiges Spiel, gegen einen direkten Konkurrenten.“ Von einem „Schlüsselspiel“ oder gar „Endspiel“ könne jedoch keine Rede sein. Schließlich stünden danach noch fünf Spiele auf dem Programm.

Deshalb gehen er und seine Spieler diese Aufgabe so an, „wie jedes andere Spiel auch“, versichert KSC-Stürmer Fabian Schleusener. Magdeburg sei einerseits sehr heimstark, „aber wir können uns auswärts inzwischen auch sehen lassen. Das wird eine wirklich interessante Partie. Wir fahren nicht dorthin, um mit leeren Händen nach Hause zu kommen.“

Während die Gastgeber von einigen Personalsorgen geplagt werden – ein halbes Dutzend Spieler droht verletzt auszufallen, Stürmer Julius Düker (Muskelfaserriss) steht sicher nicht zur Verfügung – kann KSC-Coach Alois Schwartz personell aller Voraussicht nach aus dem Vollen schöpfen. Ein Fragezeichen steht nur noch hinter der Einsatzfähigkeit von Marcel Mehlem (Hüft-/Beckenprellung). „Er hat zwar schon große Fortschritte gemacht, wir werden aber kein Risiko eingehen“, so sein Trainer. Denn Ersatzmann Kai Bülow habe am vergangenen Samstag seine Sache „sehr gut gemacht“, und man habe gesehen, „was wir an ihm haben.“

Deshalb ist in Magdeburg mit einer gegenüber dem Heimsieg gegen Münster (3:0) unveränderten Karlsruher Startelf und Grundordnung (4-1-4-1) zu rechnen.

Für Oliver Kreuzer ist auf dem Platz allerdings nicht das System „so entscheidend“, sondern, „dass alle elf Spieler ihre Aufgabe erledigen“, und zwar „mit Leidenschaft, Hingabe, Mut und Selbstvertrauen.“

Für das Spiel in Magdeburg heißt das: „Wir dürfen uns nicht hinten einigeln, sondern müssen die Gefahr von unserem Tor weghalten und auch die Abwehr unserer Gastgeber beschäftigen“, so Kreuzer.

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach – Bülow – Thiede, Wanitzek, Schleusener, Muslija – Fink.