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Mit Sandro Münch verlässt ein Leistungsträger die SG. Foto: PZ-Archiv/Hennrich
Mit Sandro Münch verlässt ein Leistungsträger die SG. Foto: PZ-Archiv/Hennrich
28.02.2018

Herber Verlust für die SG: Sandro Münch verlässt den Handball-Oberligisten

Pforzheim. Die SG Pforzheim/Eutingen verliert einen ihrer Leistungsträger. Sandro Münch wird nach dieser Saison den Handball-Oberligisten verlassen. Der 22-jährige Rückraumspieler wechselt zum derzeitigen Ligakonkurrenten SG H2Ku Herrenberg.

Das bestätigte gestern SG-Sportchef Wolfgang Lipps auf Nachfrage der PZ. „Für uns ist das natürlich ein herber Verlust“, sagt Lipps, er kann den Wechsel jedoch nachvollziehen.

Sandro Münch studiert in Tübingen Nano Science und befindet sich in der Endphase. Er gilt als ein sehr fleißiger und ehrgeiziger Student, da war ihm der zeitliche Aufwand (Fahrtstrecke nach Pforzheim zum Training) einfach zu groß. Aber auch sportlich reizte ihn der Wechsel. „Mir gefällt, wie schnell hier gespielt wird. Das entspricht genau dem Handball, den ich auch bevorzuge“, sagt der 22-Jährige gegenüber dem „Gäubote“.

Torgefährlichster Spieler

Auch SG-Trainer Alexander Lipps bedauert den Abgang seiner Stammkraft. „Er ist derzeit unser torgefährlichster Spieler. Seine Entscheidung müssen wir so hinnehmen.“ In Herrenberg freut man sich dagegen über die Verpflichtung des „Wunschspielers.“

Als einen sportlichen Rückschritt – schließlich steht die SG Pforzheim/Eutingen vor dem Aufstieg in die dritte Liga, Herrenberg wird als derzeit Tabellenvierter in der Oberliga bleiben – sieht Sandro Münch seinen Wechsel nicht. Herrenberg sei eine „super Adresse“, sagt er. Schon im vergangenen Jahr habe er über einen Wechsel zum Ligakonkurrenten nachgedacht, sich aber dann doch für einen Verbleib in Pforzheim entschieden.

Hier spielte Münch, der als B-Jugendlicher zur SG kam, die vergangenen sechs Jahre. Derzeit ist der 1,90 Meter große Rückraumspieler allerdings außer Gefecht. Beim Sieg vor zwei Wochen gegen die Neckarsulmer Sport-Union zog er sich einen Bruch der Mittelhand zu und fällt noch etwa sechs Wochen aus. Beim Heimspiel am 10. März gegen seinen künftigen Verein SG H2Ku Herrenberg wird Münch also nur Zuschauer sein.

Drei Abgänge

Sandro Münch ist nach Torhüter Rico Petruzzi (Ziel unbekannt) und Tobias Müller (Trainer SV Leonberg/Eltingen) der dritte Abgang des Pforzheimer Handball-Oberligisten nach dieser Saison. Verlängert haben bisher Julian Broschwitz, Michael Hohnerlein, Torhüter Mile Matijevic sowie Tim Kusch und Sebastian Melcher.

Nach Neuzugängen hält die SG derzeit Ausschau. „Wenn man aber noch nicht weiß, in welcher Liga man künftig spielt, gestalten sich die Gespräche durchaus schwierig“, verrät Alexander Lipps.