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Jugend und Routine vereint: Nachwuchsspieler Tobias Müller (links) beim Abklatschen mit Sascha Paseka und Torhüter Robin Kraski.  Ripberger
Jugend und Routine vereint: Nachwuchsspieler Tobias Müller (links) beim Abklatschen mit Sascha Paseka und Torhüter Robin Kraski. Ripberger
11.11.2013

Herbstmeisterschaft für den FC Nöttingen trotz Rückschlägen?

Es war ein Sieg der Reife und Cleverness: Der FC Nöttingen hat beim 2:0 (2:0) gegen den 1.FC Bruchsal vor allem nach der Pause beeindruckt. Nach Gelb-Rot für Felix Zachmann (43.) spielten die Lila-Weißen den kompletten zweiten Durchgang in Unterzahl. Doch so richtig in Gefahr kam der Sieg nicht mehr, obwohl die Gäste alle Offensivspieler einwechselten, darunter auch Mattia Trianni, der vor der Saison vom 1.CfR Pforzheim gekommen war.

Die Nöttinger hatten sogar die besseren Chancen: „Wir hätten unsere Konter besser ausspielen müssen. Wenn wir noch zwei Tore kassiert hätten, wäre es richtig ärgerlich gewesen“, merkte Torjäger Michael Schürg an.

Zum Vorrundenausklang können die Nöttinger jetzt sogar die Tabellenspitze vom Lokalrivalen TSV Grunbach zurückerobern, wenn sie am Samstag beim Kehler FV mit zwei Toren Differenz gewinnen. Da ist dann schon erstaunlich, wenn man die Diskussionen der vergangenen Tage beim designierten Herbstmeister bedenkt. Doch die Rückschläge beim 1:2 im Spitzenspiel gegen Walldorf und beim 4:7-Debakel in Spielberg haben Spuren hinterlassen. „Die Leistung in Spielberg – das kann nicht unser Anspruch sein“, sagt Kapitän Timo Brenner.

Interessant war das Vorwort im FCN-Stadionheft am Samstag. Bei Misserfolgen wolle man auf keinen Fall die Erklärung gelten lassen, der Kader sei zu klein. Das aber kann man anders sehen. Nach den Ausfällen von Niklas Hecht-Zirpel, Demis Jung, Simon Frank (alle verletzt) und Holger Fuchs (gesperrt) sitzt nur noch ein erfahrene Feldspieler auf der Bank. Junge Akteure wie Tobias Müller, der seine Sache gegen Bruchsal gut machte, müssen ran.

Dass aber die Konkurrenten Walldorf und Grunbach die nominell besser besetzten Ersatzbänke haben, könnte am Ende den Ausschlag geben. Weil manchmal halt doch Reife und Cleverness entscheiden.