Jubel nach dem 3:0:  Von links Torschütze Metin Telle, Thomas Ollhoff, Holger Fuchs und Ignazio Scozzari
Jubel nach dem 3:0: Von links Torschütze Metin Telle, Thomas Ollhoff, Holger Fuchs und Ignazio Scozzari 

Herbstmeistertitel in Sicht: FC Nöttingen siegt 3:0

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg ist dem FC Nöttingen kaum mehr zu nehmen: Am Samstagnachmittag bauten die Lila-Weißen mit einem 3:0-Erfolg über die Spvgg Neckarelz ihre Tabellenführung weiter aus.

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FC Nöttingen siegt auch gegen Neckarelz mit 3:0

„Die erste Halbzeit ging in Ordnung. In der zweiten Hälfte waren wir dann nicht abgezockt genug. Alles in allem ist der Sieg verdient, das Ergebnis ist jedoch ein Tor zu hoch ausgefallen“, sagte FCN-Coach Wittwer auf der anschließenden Pressekonferenz, nachdem er die Schlüsselszenen der Begegnung noch einmal hatte Revue passieren lassen.

Zwischen Genie und Wahnsinn

Mit seiner Einschätzung traf der 43-Jährige den Nagel auf den Kopf, denn das Endergebnis entsprach so nämlich nicht dem Spielverlauf. Der FC Nöttingen hatte vor 639 Zuschauern im heimischen Panoramastadion insgesamt zwar mehr von der Partie. Die Gäste aus Neckarelz, die zwischen Genie und Wahnsinn agierten, brachten sich durch haarsträubende individuelle Fehler jedoch selbst um den Lohn ihrer Bemühungen. Obwohl die Spielvereinigung frech und mutig nach vorne kombinierte, blieb der Elf von Trainer Peter Hogen ein Treffer verwehrt. In der ersten Hälfte trafen Denis Bindnagel (19.) und Heiko Throm (36.) nur die Latte, im zweiten Durchgang scheiterten die eingewechselten Marcel Gerstle (48.) und Christian Schäfer (65.) sowie Bindnagel per Foulelfmeter (74.) dann am bärenstarken Daniel Jilg im Nöttinger Tor.

Besser machten es die Gastgeber, die durch Abwehrchef Kolinger und den starken Flügelflitzer Svjetlanovic zwei frühe Tore vorlegten, dabei jedoch Unterstützung vom Gegner erhielten: Beim elfmeterreifen Foul an FCN-Stürmer Telle (23.), das dem Strafstoß zum 2:0 vorausgegangen war (24.), stellte sich Innenverteidiger Marc Söder dermaßen ungeschickt an, dass sich die Zuschauer ein Lächeln nicht verkneifen konnten. Nur zehn Minuten später musste mit Christian Fickert der Neckarelzer Kapitän frühzeitig unter die Dusche, nachdem er in der 30. Minute für eine Notbremse zunächst nur die Gelbe Karte gesehen hatte, kurz darauf für sein ungeschicktes Einsteigen an der Mittellinie jedoch Gelb-Rot bekam (33.).

Den Schlusspunkt setzte in der 81. Minute Metin Telle mit einem sehenswerten Lupfer über den Gäste-Schlussmann aus rund 20 Metern.