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Bahoz Mendanlioglu (rechts) will in der Rückrunde vermehrt den Ball zwischen sich und den Gegenspieler bringen, um am Ende mit dem 1. CfR Pforzheim II ebenfalls den Klassenerhalt zu sichern. Foto: Becker
Bahoz Mendanlioglu (rechts) will in der Rückrunde vermehrt den Ball zwischen sich und den Gegenspieler bringen, um am Ende mit dem 1. CfR Pforzheim II ebenfalls den Klassenerhalt zu sichern. Foto: Becker
15.12.2016

Hinrundenbilanz in der Landesliga: Niefern stark, Birkenfeld durchwachsen

Niefern im vorderen Drittel, Birkenfeld mittendrin, Nöttingen II, Buckenberg und der CfR Pforzheim in Abstiegsgefahr – so lautet die Konstellation der Pforzheimer Vertreter in der in diesem Jahr extrem starken Fußball-Landesliga Mittelbaden zur Winterpause. Die PZ zieht mit den Vereinen ein Hinrunden-Fazit und blickt voraus.

FV Niefern (5. Platz/27 Punkte/26:19 Tore): Die 09er ärgern sich – über die Winterpause, „denn wir haben zum Ende des Jahres wirklich hervorragenden Fußball gespielt“, freut sich Norbert Kolbe. Der FVN-Trainer ist mit der Hinrunde sehr zufrieden. „Wir haben überhaupt im Jahr 2016 nicht viel falsch gemacht.“ Seiner Meinung nach steht sein Team als Aufsteiger „nicht zu unrecht“ auf Platz fünf. „Die Mannschaft hat viel Potenzial. Wille, Teamgeist und Trainingsfleiß sind überragend – und die Entwicklung ist noch nicht zu Ende.“

Der Verein hat mit Kolbe um eine weitere Spielzeit verlängert. In der Winterpause kommt nun auch noch Marcello Campisi vom 1. FC Ersingen und heizt den Konkurrenzkampf auf den Außenbahnen noch mehr an.

Geht’s für Niefern in der Rückrunde sogar noch höher hinaus? Immerhin ist Kirchfeld als Tabellenzweiter nur sechs Punkte weg. „Das ist nicht unser Anspruch“, sagt Kolbe. „Wir gehen auf jeden Fall ohne Druck in die Rückrunde und werden vielleicht auch einiges probieren, was wir uns in der Vorrunde nicht getraut haben.“

1. FC Birkenfeld (9. Platz/22 Punkte/21:24 Tore): Die Erwartungen im Erlach sind hoch, bisher wurden sie noch nicht erfüllt. Platz neun ist auch nicht das, was sich Trainer Marco Bäumer vorstellt. Und er weiß auch, woran es liegt. „Defensiv sind wir stark, wir haben nur drei Gegentore mehr als Tabellenführer Espanol kassiert, dafür haben wir in der Offensive Probleme.“ Der Abgang von Goalgetter David Kaul (30 Tore) sei eben nicht so einfach zu kompensieren gewesen. Doch Deniz Nedzhmiev und Roman Hajeck seien auf einem guten Weg. Bäumer sieht für die Rückrunde Besserung. „Wir werden unser Ziel, im vorderen Tabellendrittel zu landen, erreichen“, ist er sich sicher. Neuzugänge sind in der Winterpause im Erlach nicht geplant.

FC Nöttingen II (12. Platz/14 Punkte/21:25 Tore): „Überhaupt nicht zufrieden“ ist Nöttingens Trainer Uwe Rhein. „Wir haben zwar mit einem Altersdurchschnitt unter 20 Jahren mit die jüngste Mannschaft der Liga, dennoch haben wir auch die Qualität, im sicheren Mittelfeld mitzuspielen“, so der 50-Jährige. Das Nöttinger Problem: Rhein fehlten teilweise bis zu acht Stammspieler aufgrund von Verletzungen. Eine echte Formation wurde so nie gefunden – 30 Spieler wurden in der Vorrunde eingesetzt. Für die Rückrunde hofft der Coach, dass sich die Personallage etwas entspannt. Er setzt vor allem auf Nicolai Heck (fehlt seit dem ersten Spieltag) und Kapitän Lukas Hecht-Zirpel, die in der Rückrunde hoffentlich wieder voll einsatzfähig sind, um das Team schnellstmöglich ins gesicherte Mittelfeld zu führen.

FSV Buckenberg (13. Platz/14 Punkte/21:32 Tore): Vom Verletzungspech war auch der FSV in der Hinrunde arg gebeutelt. Wichtige Spieler wie Henry Kärcher, Tim Krämer oder auch Dennis Friese standen nicht immer zur Verfügung. Drei, vier Punkte hätte Norbert Volsitz trotzdem gerne mehr auf dem Konto. Ihn ärgert, „dass wir teilweise leichtfertig Punkte hergeschenkt haben gegen Gegner, mit denen wir auf Augenhöhe waren“.

Für die Rückrunde wünscht sich Volsitz einen „guten Start“ und „dass wir am Ende überm Strich bleiben“. Das würde den Klassenerhalt bedeuten. „Es wird aber ganz schwer, vor allem wenn man sieht, dass einige Vereine mit oberligaerfahrenen Spielern kräftig aufrüsten.“

1. CfR Pforzheim (15. Platz/13 Punkte/21:21 Tore): „Viel Pech und eine schlechte Chancenverwertung“ sind für Gökhan Gökce die Gründe der anhaltenden CfR-Talfahrt. Mehr als Platz zwölf war bisher für die Pforzheimer nicht drin. Derzeit ist man Vorletzter. Gökce klagt: „Wir mussten immer wieder mit einer anderen Mannschaft auflaufen.“ Bedingt durch Verletzungen aber auch durch die Abgabe von Spielern in den Oberliga-Kader. Doch Gökce sieht nicht schwarz. „Wir schaffen den Klassenerhalt!“ Der Start 2017 wird jedoch knüppelhart: Die Nachholspiele gegen Mutschelbach (2.) und Kirrlach (3.) stehen an, außerdem wartet der FV Niefern.