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Das letzte Mal standen sich die SG Pforzheim (rechts Manuel Mönch) und die TGS Pforzheim (von links Michal Wysokinski und Marco Kikillus) in einem Pflichtspiel der Saison 2016/17 in der 3. Liga gegenüber. Jetzt gibt es ein Wiedersehen, nachdem die SG in die dritthöchste Liga zurückkehrt.  Foto: Ripberger/PZ-Archiv 

Historisches Hoch: Pforzheims Handball so erfolgreich wie noch nie

Pforzheim. Die Entscheidungen zur Saison 2019/2020 sind gefallen. Nachdem die Landesverbände bereits vor zwei Wochen die Spielrunde 2019/2020 für beendet erklärten, hat der Deutsche Handball-Bund vergangene Woche nachgezogen. Wie bereits mehrfach berichtet, gibt es keine Absteiger, sondern nur Aufsteiger. Die nach dem Quotientverfahren (Pluspunkte x 100 dividiert durch Anzahl der Spiele) errechneten Schlusstabellen ergeben sich nachstehend.

Mit der Beendigung der Saison ist im Bereich des Badischen Handball-Verbandes auch die Ära der Handballkreise zu Ende gegangen. Festgelegt durch Verbandstagbeschluss 2019 werden aus den bisherigen sechs Handballkreisen die beiden Bezirke Rhein-Neckar-Tauber (bisherige Kreise Mannheim, Heidelberg und Neckar/Odenwald) sowie Alb-Enz-Saal (bisherige Kreise Karlsruhe, Pforzheim und Bruchsal) gebildet. Die Mitte April geplante Wahl des neuen Bezirksgremiums musste wegen der Corona-Krise zwar abgesagt werden, dennoch ist die designierte Führung des Bezirks dabei die Weichen für die Saison 2020/2021 zu stellen.

Dreimal 3. Liga, einmal Oberliga

Für den bisherigen Handballkreis Pforzheim fällt der Strukturwechsel in ein historisches Hoch. Noch nie in der nahezu 100-jährigen Geschichte von Pforzheims Handballern war die Eingruppierung mit drei Dritt-Bundesligisten (TGS Pforzheim und SG Pforzheim/Eutingen bei den Männern, TG 88 Pforzheim bei den Frauen) sowie dem HC Neuenbürg in der Oberliga Baden-Württemberg qualitativ so hoch.

Auch in der Jugend erfolgt der Stabwechsel mit der SG Pforzheim/Eutingen in der Meisterrunde der A-Jugend-Bundesliga sowie gleich drei Mannschaften (männliche A-Jugend der TGS Pforzheim, weibliche A- und B-Jugend der TG 88 Pforzheim) auf den Pole-Positionen der höchsten Verbands-Jugendligen auf Spitzenniveau.

Nach den finalen Tabellen der Saison 2019/2020 würden die Mannschaften des bisherigen Handballkreises Pforzheim in der Saison 2020/2021 in folgenden Ligen auflaufen.

Männer

3. Liga: TGS Pforzheim, SG Pforzheim/Eutingen

Oberliga Baden-Württemberg: HC Neuenbürg

Badenliga: SG Pforzheim/Eutingen II

Verbandsliga: TGS Pforzheim II, TV Ispringen

Landesliga: TSV Knittlingen, HC Neuenbürg II

1. Bezirksliga: BG Mühlacker

2. Bezirksliga: TV Calmbach, TB Pforzheim, TV Birkenfeld, TV Ispringen II, TSV Knittlin gen II, Blau-Gelb Mühlacker II

3. Bezirksliga: TGS Pforz heim III, TB Pforzheim II, TSG Niefern, TG 88 Pforzheim.

Frauen

3. Liga: TG 88 Pforzheim

Verbandsliga: TG 88 Pforzheim II

Landesliga: HC Neuenbürg, SG Pforzheim/Eutingen

1. Bezirksliga: TV Birkenfeld, SG Niefern/Mühlacker

2. Bezirksliga: TB Pforzheim.

Die vorstehenden Klasseneinteilungen erfolgten nach dem Verlauf und den Tabellenendständen der jetzt beendeten Saison. Aufgrund der Problematik hat der Verband den Meldetermin für die neue Saison bis zum 15. Mai verlängert, danach sind Änderungen nicht auszuschließen. Einen Silberstreif in die Landesliga aufzurücken sieht man vor allem bei Blau-Gelb Mühlacker. Für den Fall, dass sich der SV Langensteinbach und die HSG Ettlingen – entgegen bisher geäußerten Absichten, freiwillig in die Landesliga absteigen zu wollen – doch für den Verbleib in der Verbandsliga entscheiden sollten, könnten die Blau-Gelben als zweiter Nachrücker aufrücken.

Kopfzerbrechen macht den spielleitenden Stellen noch die Einteilung für die überregionalen Jugendligen. Denn dafür finden in der Regel im Mai und Juni die Qualifikationsspiele statt. Und die können nach derzeiter Corona-Lage nicht ausgetragen werden.