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Die Abwehr der HSG Pforzheim ist in der 3. Liga auch gegen die wurfstarke TSG Ketsch voll gefordert. Foto: Hennrich
Die Abwehr der HSG Pforzheim ist in der 3. Liga auch gegen die wurfstarke TSG Ketsch voll gefordert. Foto: Hennrich
Konnten in Sandweier nichts holen: Die SG Pofzheim/Eutingen mit Sandro Münch (Bild). Foto: Gössele
Konnten in Sandweier nichts holen: Die SG Pofzheim/Eutingen mit Sandro Münch (Bild). Foto: Gössele
01.10.2015

Hochkarätige Gegner warten auf Pforzheimer Handball-Topteams

Die Handball-Drittligisten TGS Pforzheim und HSG TB/TG 88 Pforzheim treffen in dieser Runde auf Spitzenteams. Die Herren müssen zum Tabellenzweiten Leutershausen, die Frauen spielen gegen Spitzenreiter TSG Ketsch. Oberligist SG Pforzheim/Eutingen möchte Gegner TSV Neuhausen/Filder überholen.

Vor echten Herausforderungen stehen die Pforzheimer Vertreter in der 3. Liga und der Oberliga am Wochenende. Während sich in der 3. Liga die Herren der TGS Pforzheim beim Tabellenzweiten Leutershausen beweisen müssen, sind die Frauen der HSG Pforzheim im Duell mit dem Spitzenreiter Ketsch Gastgeberinnen. Ebenfalls daheim trifft Männer-Oberligist SG Pforzheim/Eutingen auf ein Team aus der Spitzengruppe – den TSV Neuhausen/Filder.

Trotz der zweiwöchigen Pause muss die TGS Pforzheim in der 3. Liga der Männer morgen im Nordbaden-Derby bei der SG Leutershausen wohl erneut auf Christian Heuberger verzichten. Der Neuzugang vom Zweitligisten Bietigheim laboriert immer noch an der Muskelverletzung, die er sich zum Auftakt in Kornwestheim zugezogen hat. Leutershausen ist – für viele überraschend – Tabellenzweiter, punktgleich mit Spitzenreiter Nußloch. Doch die Wartberger sind dennoch nicht chancenlos. Mut macht der kompakte Auftritt des Abwehrblocks in den letzten beiden Spielen. Zudem setzten Spiele gegen Leutershausen bei Florian Taafel und Co. offensichtlich zusätzliche Kräfte frei – so wie beim Spiel im Vorjahr in Pforzheim, als die TGS einen 10:0-Blitzstart hinlegte und 26:19 gewann. Auch bei der 28:30-Niederlage im Rückspiel präsentierten sich die Pforzheimer stark.

Dass die von Marc Nagel gecoachte SG Leutershausen vorne steht, war nicht unbedingt zu erwarten, nachdem Spieler wie der Manuel Frietsch (früher SG Pforzheim, jetzt beim Bundesligisten Balingen-Weilstetten) sowie Pestel, Durak, Dippe und Ulrich gegangen waren. Nagel setzt jetzt verstärkt auf die Jugend. Moritz Mangold, Marvin Karpstein, Sascha Pfattheicher und Valentin Spohn trugen ja einst auch das Trikot der SG Pforzheim – wo Nagel einst auch Trainer war. Abwehr-Routinier Matthias Conrad kommt aus dem gleichen „Stall“.

In der 3. Liga der Frauen erwartet die HSG TB/TG 88 Pforzheim am Samstag mit der TSG Ketsch den nächsten Hochkaräter in der Fritz-Erler-Halle. 119 Tore hat Ketsch in den ersten drei Spielen erzielt – das zeigt, dass die HSG-Abwehr voll gefordert wird. Verstecken brauchen sich die Pforzheimer Mädels von Trainer Matthias Cullmann aber nicht. Seine Mannschaft hat sich gegen Allensbach kompakt präsentiert. Für die knappe Niederlage waren zehn torlose Minuten nach der Pause entscheidend. Und mit Franziska Ramirez ist ein Neuzugang, der zuletzt fehlte, dabei.

Auch die SG Pforzheim/Eutingen steht in der Männer-Oberliga morgen trotz Heimrecht vor einer hohen Hürde. Mit dem TSV Neuhausen/Filder ist erneut einer der Ligafavoriten zu Gast. Der Drittliga-Absteiger will auf dem direkten Weg wieder rauf, setzt dabei auf eine ausgeglichene und erfahrenste Truppe. Weil aber auch die Pforzheimer aufsteigen möchten, ist in der Bertha-Benz-Halle wieder eine enge Begegnung zu erwarten, in der Kampf Trumpf sein wird. Bei der SG werden die verletzten Philipp Schückle und Carlo Petruzzi weiter fehlen, Kreisläufer Georg Kern dagegen trainiert wieder mit. Im Tor von Neuhausen steht mit Malte Röpcke ein Keeper, der vor zwei Jahren noch bei Pforzheim im Tor stand. Die Pforzheimer sind mit zwei – mehr oder weniger überflüssigen – Niederlagen belastet, könnten mit einem Sieg aber Neuhausen überholen, das bislang einen Zähler mehr geholt hat.

Der TV Bretten will bei der TSB Schwäb. Gmünd das inzwischen negative Punktekonto wieder ausgleichen.