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Zu den Neuzugängen bei der TGS Pforzheim zählt Philip Hämmerling. Der Torhüter trug zuletzt das Trikot der SG Bietigheim-Bissingen-Metterzimmern.  Foto:Avanti/Poller 

Hochkarätige Verstärkungen für die TGS Pforzheim

Die Mannschaft der TGS Pforzheim wird sich in der kommenden Saison mit einem stark veränderten Gesicht präsentieren. Die Lücken, die vier Abgänge in den vergangenen Wochen hinterließen, wird der Handball-Oberligist mit vier interessanten Neuzugängen schließen. Und Wolfgang Taafel ist noch mit weiteren „Hochkarätern“ im Gespräch, wie er sagt: „Abwarten, was noch klappt“, so der Handball-Abteilungsleiter der TGS.

Klar ist: Wenn es gelingt, das Team weiter zu verstärken, will das Team in der kommenden Saison mit dem zurückkehrenden Trainer Damir Lebovic in der Oberliga im „vorderen Bereich“ mitspielen. Gleich zwei der Neuen kommen vom Zweitligisten SG Bietigheim-Bissingen-Metterzimmern: Torhüter Philip Hämmerling und Linksaußen Christian Zluhan. Für den Rückraum verpflichteten die Pforzheimer den Polen Artur Pietrucha vom ostdeutschen Oberligisten HC Neuruppin. Der vierte Neue trägt schon das TGS-Trikot: Es ist Linksaußen David Hoffmann (früher TSV Birkenau), der bereits seit einigen Wochen in Pforzheim spielt.

Bei der TGS ist man sicher, damit die Lücken zu schließen, die die Abgänge von Linksaußen Hagen Körner, Rückraum- und Kreisspieler Tobias Müller, Kreisläufer Oliver Koziol und Allrounder Jan Althuon hinterlassen haben. Körner, Müller und Althuon wechseln zum Lokal- und Liga-Rivalen SG Pforzheim/Eutingen, Koziol geht zum Badenligisten HC Neuenbürg.

Von den Neuen wird Torhüter Hämmerling noch nicht ganz wechseln – er hat vorerst noch ein Zweitspielrecht beim württembergischen Zweitligisten Bietigheim. Doch Wolfgang Taafel glaubt, dass sein Team nur selten auf den Toreverhinderer verzichten muss: „Wir müssen ihn nur in dringenden Fällen abstellen“, sagt der TGS-Abteilungsleiter. „Ich möchte mich persönlich weiterentwickeln und ich denke, die TGS hat Perspektive nach oben“, sagt Hämmerling, der zuletzt in Bietigheim vorwiegend in der 2. Mannschaft (Württemberg-Liga) spielte. Der 22-Jährige soll bei der TGS zusammen mit Jonathan Binder und Nachwuchskeeper Findan Krettek ein starkes Trio bilden.

Mit Hämmerling kommt Christian Zluhan vom württembergischen Zweitligisten. Die TGS hatte auf dieser Position nach dem unerwarteten Abgang von Hagen Körner Handlungsbedarf. Zusammen mit David Hoffmann soll Zluhan, der in Bietigheim einige Zweitliga-Einsätze hatte und zuletzt mit Zweitspielrecht für den Drittligisten TSB Horkheim auflief, von links Druck machen.

Einen explosiven Antritt und einen starken Wurf bescheinigt man bei der TGS Neuzugang Artur Pietrucha. Der Rechtshänder mit polnischem und deutschem Pass kommt aus derselben Stadt in Polen wie Adam Molendowski, der schon seit Jahren bei der TGS in Pforzheim Handball spielt.

Bauen können die Pforzheimer in der kommenden Runde zudem wieder auf Florian Taafel. Der Rückraumspieler, der in den vergangenen Jahren zu den führenden Torjägern der Oberliga zählte, fiel zuletzt mit einem Kreuzbandriss lange aus. „Spätestens in der zweiten Phase der Saisonvorbereitung kann Florian wieder voll mittrainieren“, sagt sein Vater Wolfgang.

Weitere Verstärkungen wird die TGS aber auch deshalb benötigen, weil mit Kreisläufer Christian Streichsbier und Rückraumspieler Tim Kusterer zwei weitere Kaderakteure in der kommenden Saison wegen Studienaufenthalten im Ausland mehrere Monate fehlen.