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Wie schon 2011 gewann Hans-Dieter Dreher (links) beim 13. S&G Goldstadt Cup – C.F. Bardusch Gedächtnisturnier den Preis der „Pforzheimer Zeitung“. PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer und Turnierorganisatorin Fritzi Speidel-Zachmann gratulierten. © Hennrich
17.06.2012

Hochkarätiger Reitsport beim S&G Goldstadt Cup

Man kennt sich bereits. Wie schon im vergangenen Jahr, gewann der Eimeldinger Hans-Dieter Dreher am späten Samstagabend beim 13. S&G Goldstadt Cup – C.F. Bardusch Gedächtnisturnier den Preis der „Pforzheimer Zeitung“. Und wie schon im vergangenen Jahr nahm PZ-Verleger Albert Esslinger-Kieferdie Siegerehrung persönlich.

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Der Südbadener Dreher, der für den Stall RV Dreiländereck startet, ritt beim Sieg im zweiten Springen der Mittleren Tour, einem Zwei-Phasenspringen, den Holsteiner Wallach Corday (10) und schaffte in fehlerfreien 34.53 Sekunden in Phase 2 die schnellste Zeit. 18 Hundertstel dahinter rangierte der lange Zeit wie der Sieger aussehende Mexikaner Jaime Azcarraga, der am Freitag Sieger im Eröffnungsspringen der Youngster Tour wurde. Er hatte den 14-jährigen Fuchswallach Forastero gesattelt und wurde am Ende mit 34.71 Sekunden ohne Abwurf notiert. Der Niederländer Gert-Jan Bruggink wurde mit dem neuen Jahre alten Fuchswallach Primeval What Exclusive Dritter (0/35.51).

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Für den ersten Sieg eines deutschen Reiters hatte bei strahlendem Sommerwetter Hans-Thorben Rüder am Samstag gesorgt. Im mit 23.000 Euro dotierten Preis der Sparkasse Pforzheim Calw, der zweitwichtigsten Prüfung des internationalen Drei-Sterne-Turniers auf dem Buckenberg, hatte er die 13-jährige Holsteiner Stute Orlanda gesattelt und durfte sich am Ende über 5.750 Euro Preisgeld sowie 50 wertvolle Punkte für die Rolex Weltrangliste freuen.

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Der 38-Jährige aus Greven setzte sich im Stechen der 13 „Nuller“ aus dem Umlauf in erneut fehlerfreien 44.68 Sekunden als Schnellster durch. Mit Jörg Oppermann aus dem hessischen Elz und Felix Haßmann (Lienen) folgten zwei weitere Deutsche auf den Plätzen zwei und drei. Beide blieben ebenfalls ohne Abwurf, Oppermann und sein Holsteiner Fuchshengst Che Guevara benötigten 45.21 Sekunden, Haßmann auf seinem Westfalenhengst Horse Gym’s Balzaci (9) war nach 45.68 Sekunden im Ziel. Für sie gab es 4.600 Euro beziehungsweise 3.450 Euro Preisgeld sowie 45 und 40 Weltranglistenpunkte.

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Kuriosum am Rande: Der Schweizer Arthur Gustavo Da Silva wurde mit der schon 17 Jahre alten La Toya Zwölfter (8/52.23 im Stechen) – mit dieser Stute hatte sein Landsmann Markus Fuchs 2006 auf dem Hans-Günter-Winkler-Platz in Pforzheim den Großen Preis gewonnen.

Den Preis der Creditreform Pforzheim, die zweite Prüfung der Youngster Tour, beim 13. S&G Goldstadt Cup – C.F. Bardusch Gedächtnisturnier, konnte der Niederländer Gert-Jan Bruggink am Samstag gewinnen. Eine „kleine Wiedergutmachung für die Niederlage bei der Fußball-EM“, wie Turniersprecher Michael Krieger bei der Siegerehrung vermeldete.

Auf dem achtjährigen Wallach Primeval Dejavu war Bruggink nach fehlerfreien 60.06 Sekunden im Ziel. Am Freitag zum Auftakt der Tour für sieben- und achtjährige Pferde hatte er ebenfalls auf Primeval Dejavu noch den 39. Platz belegt.

Am Ende musste der Mannschafts-Vierte der Olympischen Spiele 2004 von Athen aber noch einmal zittern, denn der letzte Starter des 49 Teilnehmer starken Feldes, Mario Stevens (Molbergen), kam bis auf eine Hundertstelsekunde an die Zeit des Führenden heran. Der 29-Jährige, der einen Ausbildungs und Handelsstall betreibt, verpasste im Sattel des achtjährigen Holsteiner Schimmelhengstes Boeve’s Cleaveland mit null Fehlern und einer Zeit von 60.07 Sekunden einen Erfolg nur hauchdünn. Auf den dritten Platz kam die Schweizerin Simone Wettstein auf ihrer achtjährigen Stute Concilia (0/61.95).

Am Freitag konnte Alberto Michan Halbinger bereits den zweiten Erfolg feiern. Der Mexikaner bileb als Einziger im Bardusch-Preis unter der 60-Sekunden-Marke. Als siebter Reiter ging Alberto Michan Halbinger am Freitag in Pforzheim beim 13. S&G Goldstadt Cup – C.F. Bardusch Gedächtnisturnier in die erste Prüfung der Großen Tour um den mit 8.000 Euro dotierten Preis der Bardusch Textil-Mietdienste, doch der Mexikaner durfte erst nach weiteren 52 Startern jubeln. Dann stand fest, dass seine fehlerfreie Runde in 59.95 Sekunden auf der elfjährigen Stute Santa Catarina LS la Silla zum Sieg gereicht hatte.

 

Keiner der Konkurrenten konnte die 60-Sekunden-Marke unterbieten, und so gelang dem 33-Jährigen nach seinem Triumph am Donnerstag im Eröffnungsspringen bereits der zweite Erfolg auf dem Buckenberg.

Mit der Schwedin Angelica Augustsson, die den 13-jährigen Hannoveraner Wallach L B Sir Singular gesattelt hatte, kam eine Amazone auf den zweiten Platz (0/60.59). Sie arbeitet seit mehreren Jahren im Stall Gugler und gewann Anfang Mai den Großen Preis der Stadt Mannheim. Der 22-jährige JanWernke (Holdorf) blieb ohne Abwurf und durchbrach nach 60.76 Sekunden die Lichtschranke – das bedeutete Rang drei auf seiner zehn Jahre alten Holsteiner Stute Queen Mary.

Auf den Plätzen vier bis acht rangierten die baden-württembergischen Spitzenreiter Hans-Dieter Dreher (RV Dreiländereck) und sein elfjähriger Hengst Embassy (0/60.89), der Pfungstädter David Will auf dem Fuchshengst Newtime de Baussy (0/61.06), Timo Beck (Kehl) mit dem 12 Jahre alten Holsteiner Wallach Askaban (0/61.21) und der Mannheimer Armin Schäfer, der auf Walerio, einem elfjährigen Hannoveraner Wallach, nach 61.26 Sekunden ohne „Klotz“ im Ziel war. mps/tok